Öffnungszeiten

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Bestände

Himmelsatlas
Cellarius, Himmelsatlas

Die Provinzialbibliothek Amberg besitzt derzeit mehr als 120.000 Medieneinheiten und fast 100 Zeitschriften. Der alte Bestand, der hauptsächlich aus der ehemaligen Jesuitenbibliothek Amberg und den aufgehobenen Klosterbibliotheken der Region (Ensdorf, Michelfeld, Reichenbach, Speinshart, Walderbach, Waldsassen und Weißenohe) stammt, beläuft sich auf ca. 35.000 Bände. Darunter befinden sich 308 Inkunabeln und 1750 Frühdrucke (bis Erscheinungsjahr 1550).

Da die Oberpfälzer Klöster im 16. Jahrhundert schon einmal säkularisiert wurden, befinden sich unter den 167 Handschriften nur 9 mittelalterliche Schriften.

Im 19. Jahrhundert konnten vergleichsweise wenig Bücher angeschafft werden. Erst ab 1963 erlaubte es der Bibliotheksetat den Bestand kontinuierlich und angemessen zu ergänzen.
Heute wird in Abstimmung mit der Bibliothek der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden, die die Versorgung im wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Bereich übernimmt, vor allem Literatur aus den geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern erworben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf regionalkundlichem Schrifttum, also zur Geschichte von Amberg, der mittleren und nördlichen Oberpfalz.

Zu den Sonderbeständen der Bibliothek gehören
- Über 400 Periochen (Inhaltsangaben von Schuldramen der Jesuiten), darunter 80 von Amberger Aufführungen, sowie ca. 200 kleinere Schulkomödien. Sie stammen aus der Jesuitenbibliothek.
- Ca. 1500 Totenroteln, meist aus Benediktinerklöstern, aus den Jahren 1716 bis 1789, die ursprünglich im Benediktinerkloster Ensdorf gesammelt wurden.
- Ca. 230 Leichenpredigten, meist über Fürsten, Adelige und Äbte
- Dissertationen des 16. bis 18. Jahrhunderts: Theologie (1365 Titel in 455 Bdn), Recht (ca. 270), Kirchenrecht (ca. 140) und Medizin (ca. 180).
- Ca. 2000 Titel Evangelische und calvinische Literatur (vom frühen 16. bis zum Anfang des 17. Jhs), die sich als sog. „Ketzerbücher“ aus der Jesuitenbibliothek erhalten haben. Sie wurden 1628, nach dem Übergang der Oberpfalz an Bayern, konfisziert und sollten 1630 öffentlich verbrannt werden. Aus der Masse von über 10.000 Bdn hatten die Jesuiten vorher einen Teil für ihre Bibliothek ausgewählt. Darunter befinden sich über 140 Schriften von Luther, weitere von Cochlaeus, Brentz, Bugenhagen, Witzel, Calvin, Oecolampad, Osiander und Zwingli. Ferner gehören zu dem Bestand bis ca. 1632 zahlreiche Bibeln, Postillen, Gesangbücher, Katechismen, Kirchenordnungen und Kontroversschriften.
- Sammlung von Ca. 400 Musikhandschriften, die im Kgl. Studienseminar zwischen 1800 und dem frühen 20. Jahrhundert organisch gewachsen ist und mehr als 1100 Notendrucken.