Öffnungszeiten

  • Mo, Di, Do, Fr:
    10 – 17 Uhr
    Mi: 10 – 18 Uhr
  • Geschlossen an
    gesetzlichen Feiertagen

     

Ausstellungen, Vorträge, Aufführungen, ...

Buchpräsentation mit Festvortrag am 13. Mai 2016

Im Sommer letzten Jahres fand das Symposium "ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern" in der Provinzialbibliothek Amberg statt.

Am Freitag, 13. Mai 2016 wurde der gleichnamige Tagungsband im barocken Bibliothekssaal mit den Herausgebern Georg Schrott, Christian Malzer und Manfred Knedlik vorgestellt.

Den Festvortrag „Was Mönche heute lesen…“ hielt der Abt des Klosters Plankstetten
Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB.

Ausstellung "Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel"

Vom 17. September bis 30. Oktober 2015 zeigt die Provinzialbibliothek Amberg die Ausstellung „Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel (1440-1514)“.

Es handelt sich um eine erlesene Auswahl aus der Schatzkammer-Ausstellung, die anlässlich des 500. Todestages von Hartmann Schedel im letzten Jahr in der Bayerischen Staatsbibliothek stattfand und nun zu seinem 575. Geburtstag nach Amberg zieht. Die in München verwahrte Privatbibliothek Schedels zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit und umfasst Werke aus allen Disziplinen des Spätmittelalters: Rhetorik, Astronomie, Philosophie, Literatur Geschichtsschreibung, Medizin, Jura, Theologie, Geographie und Kosmographie. Der Arzt, Astronom und Humanist Hartmann Schedel ist heute vor allem durch seine Mitwirkung an der Weltchronik bekannt, die nach ihm benannt ist.
 
In seiner Bibliothek tritt Hartmann Schedel auch als Person in Erscheinung. Sowohl seine verwandtschaftlichen Verbindungen als auch sein Besitz werden dokumentiert. Von 1477 bis 1481 war er Stadtarzt in Amberg, bevor er schließlich in gleicher Funktion in seine Heimatstadt Nürnberg zurückkehrte.
Mehr ...

Rückschau

Hartmann Schedel als Stadtarzt in Amberg - Vortrag von Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger am 30.09. um 19:30 Uhr

Berühmt wurde der Arzt, Astronom, Geograph und Humanist Dr. Hartmann Schedel durch die von ihm verfasste Weltchronik. Dass der am 13. Februar 1440 in Nürnberg geborene Schedel aber auch Kontakte zu Amberg hatte, ist weniger bekannt. Dabei wirkte er hier vom 15. Oktober 1477 an vier Jahre lang als Stadtarzt.
Begleitend zur aktuellen Ausstellung berichtete über Hartmann Schedels Amberger Zeit

Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger
am Mittwoch, 30.09.2015 um 19:30 Uhr
im Barocksaal der Provinzialbibliothek.

Konzert zum 500. Geburtstag von Caspar Othmayr am 12. September 2015

Vor 500 Jahren wurde in Amberg der Theologe und Komponist Caspar Othmayr geboren. Anlässlich dieses runden Geburtstages gab am Samstag, 12. September um 20.00 Uhr das Ensemble Lala Höhö (Stuttgart) im barocken Bibliothekssaal ein Konzert mit Werken des Komponisten.

Caspar Othmayr gehört zu den herausragenden deutschen Komponisten des 16. Jahrhunderts. LALA HÖHÖ feierte seinen 500. Geburtstag mit einem Konzert, welches neben geistlichen Werken wie Bicinia Sacra (zweistimmig) Tricinia Sacra (dreistimmig) und Motetten auch eine Auswahl seiner mehrstimmigen Lieder umfasst, die in großer Zahl in Georg Forsters Liedersammlung „Frische Teutsche Liedlein“ (1539-1556) zu finden sind.

Unter dem Namen LALA HÖHÖ, einem Werk des Meisterkomponisten der Renaissance Heinrich Isaac, versammelt Giomar Sthel in Stuttgart Musiker aus aller Welt, spezialisiert auf dem Gebiet der Alten Musik. Auf Tausenden handschriftlicher wie gedruckter Blätter sind Messen, Motetten, Chansons und Lieder, Instrumentalvariationen und Tanzmusik als ein enormes musikalisches Erbe dieser Zeit erhalten geblieben. Die Aufführungen von LALA HÖHÖ vermitteln dem Publikum die reiche und kraftvolle Klangwelt der Renaissance in einer lebendigen Form.  Weitere Informationen

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Amberg

Symposion "ARMARIUM" am 3./4. Juli 2015


Die Tagung „ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern“ in der Provinzialbibliothek Amberg beschäftigte sich mit verschiedensten Facetten der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Buchkultur in den Klöstern der ehemaligen Oberen Pfalz wie des heutigen Regierungsbezirks Oberpfalz.

Es wurden mehr als zehn Beiträge beispielsweise zu klösterlichen Handschriften, zu mittelalterlicher Erzähl- und Fachprosa, zu den wenig bekannten Bibliotheken der frühneuzeitlichen Bettelordensklöster und zur klösterlichen Buchkultur in der Zeit der Aufklärung abgehalten.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ernst Tremp aus Sankt Gallen zum Thema „Mönche und Bücher“.

Es ist geplant, die Beiträge in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Sponsoren:
Kultur- und Sportstiftung der Stadtwerke Amberg
Förderstiftung der Sparkasse Amberg-Sulzbach
Diözese Regensburg

Weitere Infos im Ordensgeschichte-Blog
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9692
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9721
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9717

Tagungsprogramm im pdf-Format

Freitag, 3. Juli 2015

10.00h-10.30h Eröffnung der Tagung
 
10.30-11.15h Dr. Werner Telesko (Wien) – „Summa Norbertina“ – Die Ausmalung der Bibliothek des Prämonstratenserklosters Speinshart (Opf.) aus dem Jahr 1773

11.15-12.00h Johanna Sternecker (Regensburg) – Das sogenannte"Amberger Malerbüchlein" aus sprachwissenschaftlicher Sicht - Edition, zeitliche Verortung und Sprach-kennzeichen

12.00-14.00h  Mittagspause

14.00-14.45h  Dr. Georg Schrott (Sprockhövel) – „Retulit Rudgerus prior“. Die Waldsassener Mirakelsammlung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

14.45-15.30h  Christian Malzer M.A. (Regensburg) – Medizinische Texte in Zisterzienser-klöstern. Ein Vergleich der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Buchbestände der Waldsassener Filiation

15.30-15.45h Kaffeepause

15.45-16.30h Manfred Knedlik M.A. (Neumarkt) – „gar keinen Werth“? Frühneuzeitliche Franziskanerbibliotheken zwischen Klischee und Wirklichkeit

16.30-17.15h Dr. Rosa Micus (Regensburg) –  Die Privatbibliothek des Regensburger Domkanonikers Johannes Scharb (+ 1620) in der Bibliothek der Kartause Prüll (1484 – 1803)


Festvortrag:
19.30h  Prof. Dr. Ernst Tremp (St. Gallen) – Mönche und Bücher


Samstag, 4. Juli 2015

9.00-9.45h  Bernhard Fuchs M.A. (Weiden) – Papiermühlen in der Oberpfalz

9.45-10.30h Prof. Dr. Alois Schmid (München) – Eine Winkeldruckerei im Gebäude des aufgelassenen Dominikanerinnenklosters Pettendorf (Landkreis Regensburg)

10.30-11.00h Kaffeepause

11.00-11.45h Dr. Christine Paschen (Amberg) – Fossilia mirabilia - geologisches Wissen in Oberpfälzer Klöstern zur Zeit der Aufklärung

11.45-12.30h Maria Rottler M.A. (Regensburg) – Werke von Schulreformern in Klosterbibliotheken in der Zeit der Aufklärung

12.30-14.00h Mittagspause

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Um uns die Planungen zu erleichtern, sind wir für eine Anmeldung unter info@provinzialbibliothek-amberg.de oder Tel. 09621/6028-0 dankbar.

14.15h  Exkursion nach Speinshart (Anmeldung erforderlich, s.u.)  
Die knapp einstündige Fahrt führt in das in den letzten Jahren neu renovierte Kloster Speinshart. Pater Benedikt Schuster stellt die Klosterkirche vor, die zu den bedeutendsten Barockbauten im süddeutschen Raum zählt. Sie entstand nach Plänen der Baumeisterfamilie Dientzenhofer. Weiter erhalten wir eine seltene Führung in der Klosterbibliothek, die sonst nicht öffentlich zugänglich ist. Nach der Einkehr im Kloster-Gasthof ist die Rückkunft gegen 19:30 Uhr in Amberg geplant.
Exkursion in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und KEB Amberg-Sulzbach 

Ausstellungseröffnung "Nun, Schreiber, schärfe deine Feder" am 11. Juni 2015 um 19:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Mittelalterliche Schriftkultur. Schriftlichkeit und Buchproduktion in den Oberpfälzer Zisterzienserklöstern bis zur ersten Säkularisation im 16. Jahrhundert" 

Die Ausstellung zur mittelalterlichen Schriftkultur in Oberpfälzer Zisterzienserklöstern wurde von Studenten der Universität Regensburg in einer Übung unter der Leitung von Christian Malzer, M.A. und Magister Jiři Petrášek erarbeitet. Bei der Eröffnung am Donnerstag stellten die Studenten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor. Weiter sprachen der Kurator der Ausstellung Christian Malzer und der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz Dr. Tobias Appl.

Zur Ausstellung ist ein von Christian Malzer erstellter Begleitband erschienen.

Dialekt-Event am 21. Mai um 19.30 Uhr im Barocksaal

"Wäi's is, wäi's wor – a weng durchs Jor"
Dieter Radl las eigene Texte in Oberpfälzer Mundart
Musikalische Umrahmung durch Bernhard Luber von der Erlbochmuse
auf der "Ziach"

Der Dialekt gehört zur Kulturgeschichte einer Region und trägt stark zur individuellen und gemeinschaftlichen Identitätsbildung bei. Ein begnadeter Mundart-Interpret ist der pensionierte Lehrer Dieter Radl. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Oberpfälzer Dialekt zu pflegen, zu erhalten und auch öffentlich zu präsentieren. Er erzählte lustige, originelle Begebenheiten aus seinen Kinder- und Jugendjahren, er vermittelte dichte Bilder in seinen Schilderungen über Natur, Heimat, Brauchtum, die durch den Dialekt besonders klang- und stimmungsvoll ausgestaltet werden.
In Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach

„BÜCHERFREUDE – LESEGLÜCK – DIGITAL(VER)LUST"

Die stetig zunehmende Digitalisierung unseres täglichen Lebens stellt auch Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Wie nehmen die Benutzer der Provinzialbibliothek Amberg diese im digitalen Informationszeitalter sich grundlegend ändernden Verhältnisse bezüglich Wissen und Information wahr? Wie sehen sie die Bedeutung des Kulturguts Buch? Welche zukünftige Rolle und welchen Wert werden Bibliotheken haben? Die Provinzialbibliothek Amberg hat Antworten auf diese und weitere Fragen gesucht und ihre Nutzer - Schüler, Studenten, Pädagogen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Künstler, Schriftsteller und interessierte Bürger - befragt. 

Am Mittwoch, 22. April, dem Vorabend des Welttag des Buches wurde die Publikation
Siglinde Kurz (Hg.); Anette Ruttmann (Interviews); Moritz Hüttner (Fotografie)
„Bücherfreude – Leseglück – Digital(ver)lust. Die Provinzialbibliothek Amberg und ihre Nutzer“
im Barocksaal am Malteserplatz vorgestellt.

Mit dem Vortrag von
Dr. Bernhard Lübbers
Das digitale Zeitalter und das gedruckte Buch

Der Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg und Dozent an der Bayerischen Bibliotheksakademie München ging in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklungen ebenso wie auf die Zukunft des Mediums ein.

In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt? Zwölf ausgewählte Lebensbilder - Ausstellung vom 23.9. - 31.10.2014

In Böhmen und Mähren haben über Jahrhunderte hinweg Tschechen, Deutsche und Juden (deutscher und tschechischer Nationalität) zusammengelebt. Die Ausstellung stellt Persönlichkeiten vor, die dem deutschböhmischen Sprach- und Kulturkreis entstammen und geht auf ihre Beziehung zu ihrer Heimat ein. Die meisten Namen (z.B. Otfried Preußler, Ferdinand Porsche, Sigmund Freud, Marie von Ebner-Eschenbach) sind dabei sehr bekannt, vielfach jedoch nicht die Tatsache, dass der Geburtsort dieser Menschen auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik liegt. Die Zusammenstellung von biografischen Texten und Fotografien möchte dazu beitragen, auf Gemeinsamkeiten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Kulturgeschichte Deutschlands, Österreichs und Tschechiens hinzuweisen.

Ausstellungseröffnung 23.9.2014 um 19:30 Uhr
Vortrag Dr. Wolfgang Schwarz
Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

Grenzgänge - Grenzgänger. Bibliophile Streifzüge durch die deutsch-tschechische Buchlandschaft. Ausstellung vom 4.7. bis 17.10.2014

Die deutsche und tschechische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihren tragischen Konflikten lässt oft die mannigfaltigen historischen und kulturellen Berührungspunkte in einer mehr als tausendjährigen Beziehung beider Länder vergessen. Hierbei war die Oberpfalz – seit jeher Grenz- und Brückenregion zwischen Bayern und Böhmen, zwischen Deutschen und Tschechen – eine Nahtstelle zwischen Westen und Osten: Gegenseitiger Austausch und Abgrenzung, Konflikt und Kooperation werden in den geschichtlich-politischen Entwicklungen deutlich. Sie manifestieren sich auf vielfältige Weise auch in den Biographien bekannter Persönlichkeiten, in ihren Werken in deutscher und tschechischer Sprache, in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
Die Ausstellung „Grenzgänge – Grenzgänger“, die das Spektrum dieser Beziehungen facettenreich beleuchtet, schöpft aus den reichen historischen Beständen im Besitz der Staatlichen Provinzialbibliothek in Amberg. Mehr ...


Ausstellungseröffnung / zahájení výstavy
Freitag, 4. Juli 2014 um 19.30 Uhr /
pátek 4. července 2014 v 19,30 hodin
Vortrag Dr. Christine Paschen
(Kuratorin der Ausstellung)
přednáška Dr. Christine Paschen
(kurátorka výstavy)

Finissage
Freitag, 17. Oktober 2014 um 19.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christine Paschen

Öffnungszeiten der Ausstellung
Výstava otevřena
Montag bis Donnerstag 10.00 - 12.30 Uhr und / a
pondělí až čtvrtek 13.30 - 16.00 Uhr
Freitag / pátek 10.00 - 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen / neděle a svátky zavřeno
1. 8. bis 5. 9 geschlossen / zavřeno
Gruppenanmeldung und Führungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Ohlášené skupiny a komentované prohlídky možné po domluvě i mimo otvírací hodiny.
Der Eintritt ist frei. / Vstup volný

Bühnenspiel "Ach Hus" am 26. Juli 2014

Ach, Hus 
Bilder aus fünf Jahrhunderten
Bühnenspiel von Franz Grundler

26.7. um 20.30 Uhr
im ehemaligen Refektorium des Studienseminars im Maltesergebäude

Warum berührte die Verbrennung des böhmischen Reformators Jan Hus die Geister immer wieder?
Ein Sturzflug durch die Zeiten mit Uwe Castor & bovaria e.V. sucht nach Erinnerungen.

Eintritt VVK 12 € / erm. 10 € / AK 14 €
Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB und EBW Amberg-Sulzbach, Buchhandlung Rupprecht

Bohumil-Hrabal-Abend im Barocksaal am 11.7.2014 um 20 Uhr

Bohumil Hrabal, Das Leben ist zum Verrücktwerden ... zum Verrücktwerden schön

Szenische Lesung mit Arthur Schnabl und Katka Karl zum 100. Geburtstag des bedeutenden tschechischen Autors Bohumil Hrabal

Eine literarische Geburtstags-Revue, in der Lachen, Weinen und Trinken nicht zu kurz kommen sollen.

Eintritt VVK 10 € / Abendkasse 12 € Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB Amberg-Sulzbach und Buchhandlung Rupprecht

Baracke – eine französische Gefangenenzeitschrift des Ersten Weltkriegs aus Amberg - Vortrag von Prof. von Treskow am 25. Juni 2014 um 19:30 Uhr

Während des Ersten Weltkriegs gerieten um die 8 Millionen Soldaten in die Gefangenschaft ihrer Gegner. Am  25. Juni 2014 um 19:30 Uhr befasst sich die Regensburger Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Isabella v. Treskow in ihrem Vortrag im barocken Bibliothekssaal am Malteserplatz mit der Gefangenenzeitschrift “Baracke”. Sie enstand 1916 im Lager Kümmersbruck und hat sich in der Provinzialbibliothek Amberg erhalten. Heute bietet sie erstaunliche Einblicke in den Alltag der Kriegsgefangenen.

Französische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs waren zum größten Teil Zivilisten, die ab 1914 in militärische Handlungen gezogen wurden und sich ab dem Moment der Gefangennahme Freiheitsentzug, Arbeitszwang, schlechten Lebensbedingungen und Monotonie in den Gefangenenlagern ausgesetzt sahen. Die räumliche Entwurzelung und die Propaganda deutscher Siege trugen zu Gefühlen der Verlassenheit und Niedergeschlagenheit bei. In dieser Situation hatten die Kriegsgefangenenzeitschriften eine wichtige intellektuelle und moralische Funktion, so auch die Zeitschrift Baracke.

Der Vortrag von Prof. Treskow zeigt, wie in Baracke versucht wird, durch publizistisches Engagement dem Zustand der Entmündigung eine eigene Mündigkeit entgegenzusetzen. Den gefangenen Männern gelingt es, unter den Bedingungen der Zensur geistige Selbstbestimmung zurückzugewinnen und mit Humor und Kritik dem Freiheitsgedanken Raum zu geben – wobei sich „Freiheit“ immer wieder geschickt auf liberté als Eigenheit und Leitmotiv der französischen Nation beziehen konnte.

Die Provinzialbibliothek Amberg lädt gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach und der VHS Amberg Sulzbach alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

Selige und Heilige(s) in Amberg - Ausstellung im Barocksaal vom 8. Mai bis 26. Juni 2014

Seit ihren frühesten Zeiten verehrten Christen die sterblichen Überreste ihrer Märtyrer. Sie befanden diese für „wertvoller als edle Steine und kostbarer als Gold“. Reliquien sind das Medium des Heiligen, den der Mensch um  Fürbitte, Schutz und Hilfe anfleht. Das Verständnis für Heiligen- und Reliquienverehrung ist uns heute abhanden gekommen. Manche Zeitgenossen vertreten ähnlich, dass die Zeit der gedruckten Bücher vorbei sei, sie seien Relikte längst vergangener Tage. Beides führt die Ausstellung in der Provinzialbibliothek zusammen: Bücher aus den reichen Beständen säkularisierter Klöster der nördlichen Oberpfalz und der früheren Jesuitenbibliothek und „Selige und Heilige(s) in der Stadt Amberg“.
Um die Heiligen und ihre Reliquien in Amberg ranken wunderbare Geschichten. Es lassen sich Geschichten von Menschen erzählen, von Intrigen und Machenschaften, von Sehnsüchten und ihrem Scheitern.

Ausstellungseröffnung
mit dem Festvortrag von
Johann Ott (Ausstellungskurator)
Selige und Heilige(s) in Amberg
7. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Begleitvortrag
Johann Ott
„Heiligkeit neu denken - eine Anfrage an die Heiligenverehrung der christlichen Kirchen"

22. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Zur Ausstellung ist das gleichnamige Katalogbuch von Johann Ott erschienen.

Rückschau 2013