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Ausstellungen, Vorträge, Aufführungen, ...

Rückschau

Vortrag von Regina Henscheid am 27. September 2018 um 19:30 Uhr im Barocksaal

Napoleons siegreicher Gegner
August Neidhardt von Gneisenau – eine faszinierende Persönlichkeit aus der Zeit der Befreiungskriege 1813-1815
Ein Vortrag von Regina Henscheid

Den preußischen Feldherrn Blücher kennt man noch als rabiaten und erfolgreichen Gegner Napoleons zum Ende der Befreiungskriege. Dass aber August Neidhardt von Gneisenau (1760 – 1831) diesen Haudegen als Stratege und Taktiker steuerte, geriet ziemlich früh in Vergessenheit, obwohl er es eigentlich war, der 1815 in der Schlacht bei Waterloo über den verhassten Napoleon für Preußen gesiegt hatte.
Das untergeordnete Dasein hatte Gneisenau pflichtgetreu auf sich nehmen müssen, aber auch darunter gelitten. Beim Vortrag von Regina Henscheid in der Provinzialbibliothek sollte aber nicht die militärische Leistung beleuchtet werden, sondern das Privatleben eines Mannes und Militärs, den Liebe und Pflicht an eine Frau binden, die sich durchaus nicht so verhält, wie sich das Klischee das vorstellt. Die Liebe dieser Frau gilt den Kindern, nicht dem Mann. Was er eigentlich beruflich tut, interessiert sie nicht. Was er empfiehlt, wird meist nicht getan. Das fällt dieser Frau umso leichter, auch wenn es brieflich angemahnt wird, als Gneisenau in selbstauferlegter politischer Mission oft für lange Zeit halbamtlich und dann im Krieg abwesend ist.
Gneisenaus Briefe an seine Frau haben sich erhalten, die ihrigen nicht. So sind wir auf seine Sicht der Dinge angewiesen und dürfen über die Natur seiner Frau rätseln. War sie egoistisch? Beschränkt? Oder etwa – heute aktuell – depressiv? Schön muss sie gewesen sein, das belegt immerhin ein Portraitbild.
In den von Regina Henscheid in vorerst zwei Bänden herausgegebenen Briefen, welche die Grundlage des Abendvortrags bildeten, scheint eine ganze, ferne Epoche auf, die in fesselndem Kontrast zu der unseren steht. Und deren Kenntnis uns bereichern und unterhalten kann.

MORS - 4. Oberpfälzer Kloster-Symposion 20. und 21. Juli 2018

MORS - Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern
Der Tod als vielleicht größte Herausforderung des Lebens nötigt allen Menschen die Suche nach geeigneten Bewältigungsstrategien auf. Die Folge ist eine enorme Vielfalt von Kulturphänomenen, die als Rites de Passage daraus hervorgingen. In besonderem Maße gilt dies von Anfang an für die Klöster und Stifte, in denen eine komplexe Liturgie, ein differenziertes Brauchtum und eine die Jahrhunderte überspannende Memoria entwickelt und gepflegt wurden. Die Klöster wurden hier auch auf den Gebieten von Kunst, Literatur und Musik tätig.

Das 4. Oberpfälzer Klostersymposion widmet sich dem Umgang mit Sterben und Tod in den Klöstern der Oberpfalz im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Tagungsort ist der Barocksaal in der Provinzialbibliothek Amberg. In vier Sektionen geht es um den Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte, um klösterliche Gebetsverbrüderungen, um die Heiligen Leiber in den Klosterkirchen und um die Interaktion von Klöstern und weltlichen Herren im Bemühen um die Bewältigung des Todes.
Die Choralschola der Basilika Waldsassen wird wohl erstmals seit der Säkularisation Hymnen aus der Liturgie zum Waldsassener Heilige-Leiber-Fest zu Gehör bringen.

Begleitend wird eine aus dem Bestand der Provinzialbibliothek Amberg zusammengestellte Buchpräsentation im Barocksaal gezeigt, die die Vorträge der Tagung ergänzt.


Tagungsprogramm im pdf-Format

TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 20. Juli 2018

Einführung

9.30 Uhr   
SIGLINDE KURZ
Begrüßung

9.45 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. / Dr. GEORG SCHROTT
Tod und Totengedenken in Oberpfälzer Klöstern – Eröffnungsvortrag

10.15 Uhr   
Kaffeepause

Der Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte

10.45 Uhr   
Prof. Dr. WOLFGANG WÜST (Erlangen)
Besitz durch Tod. Schenkungen und Stiftungen Sterbender an die Klöster in Amberg, Ensdorf, Waldsassen und Weißenohe in Mittelalter und Früher Neuzeit

11.30 Uhr   
Dr. MARIA RITA SAGSTETTER (Amberg)
„Wie nach erfolgtem Todtfahl des aldasigen Abbtens die Election eines neuen Oberhaubt vorgenommen worden seye“. Abtwahlen in Oberpfälzer Klöstern nach der Überlieferung im Staatsarchiv Amberg
12.15 Uhr    Mittagspause

Klösterliche Gebetsverbrüderungen


14.00 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. (München)
Vernetzt im Leben und im Tod. Das spätmittelalterliche Verbrüderungs- und
Memorialwesen der Oberpfälzer Prälatenklöster

14.45 Uhr   
Mag. Dr. GERALRD HIRTNER (Salzburg)
Die frühneuzeitlichen Totenroteln der Oberpfälzer Stifte. Überlieferung, Strukturen, Aussagen

15.30 Uhr   
Kaffeepause
 

Die Klöster und ihre Katakombenheiligen

16.00 Uhr   
Dr. GEORG SCHROTT (Sprockhövel)
Heilige Leiber in den Klosterkirchen der Oberen Pfalz

Mit einer Aufführung der wiederentdeckten Hymnen zum Waldsassener Heilige- Leiber-Fest durch die CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN

17.15 Uhr   
Pause


Festvortrag

19.30 Uhr   
Prof. Dr. ANDREAS TRAMPOTA SJ (München)
Guter Tod, schlechter Tod? Das Sterben und die Frage nach dem guten Leben

Musikalische Begleitung: CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN


Samstag, 21. Juli 2018

Todesbewältigung durch die Interaktion von Klöstern und weltlicher Herrschaft


9.30 Uhr   
STEFAN HUPPERTZ-WILD (Forchheim)
Heinrich II. (1002 - 1024) - Träger der Totenbahre und Schlüsselverwahrer des Ramwold-Grabes in St. Emmeram - Totenkult und Herrschaftsanspruch

10.15   
Dr. CAROLA FEY (Erlangen)
Pfalzgräfliche Begräbnisse in der Oberpfalz. Fürstliche Sepulkralkultur im Wandel


11.00 Uhr    Kaffeepause

11.30 Uhr   
Dr. KATJA PUTZER (Nürnberg)

Grabplatten, Totenschilde, Totenkalender. Zur Memoria der Familie von Wolfstein im Kloster Seligenporten

12.15 Uhr   
Schlussworte und Fazit

12.45 Uhr   
Mittagspause

Exkursion
ACHTUNG ÄNDERUNG
Statt nach Kastl führt die Exkursion nun in das Kloster Ensdorf.
Besichtigt werden der Stephansturm, der um das Jahr 1075 erbaut wurde und somit zu den ältesten freistehenden Kirchtürmen Bayerns zählt, der Kreuzgang und die barocke Pfarrkirche St. Jakobus, in der sich das Stiftergrab des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach befindet.

Treffpunkt: 15 Uhr vor der Kirche (eigene Anreise)
Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
Kosten: 3 €

Anmeldung unter Tel. 09621 6028-0

Das Symposion wird am 20. und 21. Juli 2018 im barocken Bibliothekssaal der Provinzialbibliothek Amberg stattfinden. Eine Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant.

Sponsoren:

Rainer Markgraf Stiftung
Diözese Regensburg
Sport- und Kulturstiftung der Stadtwerke Amberg
Stadt Amberg

Ausstellung "Die Schönsten Deutschen Bücher 2017" vom 13.06. bis 29.06.2018

Die Stiftung Buchkunst in Frankfurt kürt die schönsten und innovativsten Bücher des Jahres.
727 Einsendungen konkurrierten 2017 um die begehrten Auszeichnungen. Im Wettbewerb der »Schönsten deutschen Bücher« wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten deutschen Bücher« aus. 14 Jurorinnen und Juroren diskutierten sieben Tage lang über die eingereichten Novitäten. Die 25 ausgewählten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten.

Zu den Preisträgern gehört das hiesige Büro Wilhelm. Das in der Kategorie „Sachbücher und Wissenschaftliche Bücher“ prämierte Werk "bogevischs buero gewohnt" wurde in der Amberger Designagentur gestaltet und ist im gleichnamigen Verlag erschienen.

Bei der Vernissage am 13.6.2018 um 19:30 Uhr stellten die Buchgestalter selbst die ausgezeichnete "Schönheit" vor.

Öffnungszeiten der Ausstellung im Barocksaal:
Montag bis Donnerstag
10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 12:30 Uhr

Gruppenanmeldungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

Vortrag im Barocksaal am 8. Juni 2018

Freitag, 08.06.2018, 19:30 Uhr
Dr. Wolfgang Valentin Ikas (BSB München)
„Die Amberger Franziskaner und Ihre Lesegewohnheiten:
Geschichte der Bibliothek – Bestände – Präsentation“


Das ehemalige Franziskanerkloster dürfte den allermeisten Ambergern zumindest als Gebäude des heutigen Stadttheaters ein Begriff sein. Seine Geschichte indessen, welche stellvertretend für die bewegte Historie der Oberpfalz vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert insgesamt stehen kann, ist eher unbekannt. Gegenstand des Vortrags wird es somit sein, anhand von Beispielen zu zeigen, was in dieser Zeit von den Angehörigen dieses Bettelordens an Hand- und Druckschriften gesammelt als auch gelesen wurde und wie dieser heute zum Gutteil in München befindliche Bestand angemessen erschlossen und digital präsentiert werden kann.
Dr. Ikas ist Leiter des Referats Handschriften und Benutzung der Bayerischen Staatsbibliothek München.
Eintritt frei.
In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach

Lesung von Bernhard Setzwein im Barocksaal


Montag, 07.05.2018, 19:30 Uhr
Bernhard Setzwein liest aus seinem aktuellen Roman
Der böhmische Samurai“

Musikalisch begleitet von Gondwana Drift

Setzweins Roman basiert auf der wahren Geschichte der Familie Coudenhove-Kalergi, die ihren Stammsitz in Ronsperg hatte, gleich hinter der bayerisch-böhmischen Grenze. Aus dieser Familie ging unter anderem Richard Coudenhove hervor, Begründer der Paneuropa-Bewegung in den 1920er Jahren.
Seine Mutter Mitsuko kam 1896 mit ihrem Ehemann Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi aus Japan nach Böhmen. Sie ist in Japan so bekannt, wie bei uns die Kaiserin Sissi. Man kann also sagen: Die frühe Idee eines geeinten Europas wurde von einem Halbjapaner tief drin in den böhmischen Wäldern erdacht.

Eintritt: 7 €
In Kooperation mit EBW und KEB Amberg-Sulzbach

Vortrag im Barocksaal am Mittwoch, 11.10.2017 um 19:30 Uhr

Prof. Dr. Paul Rössler (Universität Regensburg)
„‘Rau, höckricht, hart und steif‘. Aichinger, Gottsched und die Oberpfalz im Schriftsprachreform-Diskurs um 1750.“

Am 31.03.2017 war der 300. Geburtstag von Carl Friedrich Aichinger. Der bedeutende Sprachwissenschaftler des 18. Jahrhunderts wurde in Vohenstrauß geboren und starb am 13.12.1782 in Sulzbach, wo er als Stadtprediger wirkte. Eine besondere Rolle kam ihm im spätbarocken Sprachenstreit um die Definition einer allgemein gültigen deutschen Schriftnorm zu. Die Kontrahenten waren dabei in den protestantischen Norden, der das ostmitteldeutsche Sächsisch favorisierte und sich um Johann Christoph Gottsched scharte und den katholischen Süden geteilt, der der oberdeutschen Schriftsprache anhing und dem Aichinger angehörte.
Auf einer seiner Bildungsreisen kam der angesehene Literat der deutschen Frühaufklärung aus Meißen auch durch die Oberpfalz. Im „Klag-Lied des Herrn Professor Gottscheds über das rauhe Pfälzer-Land in einer Abschieds-Ode“ überzog er die Oberpfalz mit polemischer Kritik, die Aichinger nicht unbeantwortet ließ.

Eintritt frei. In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.

Lesung am Donnerstag, 28.09.2017 um 19:30 Uhr im Barocksaal

Akos Doma
"Der Weg der Wünsche"

Akos Doma ist 1963 in Budapest geboren und wuchs in Ungarn, Italien und England auf. Mit 14 Jahren kam er nach Deutschland. Nach seinem Abitur in Amberg, studierte er Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in München und Eichstätt. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller übersetzt Akos Doma Werke von László F. Földényi, Péter Nádas oder Sándor Márai aus dem Ungarischen ins Deutsche. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise.
Sein letztes Buch „Der Weg der Wünsche“ (Rowohlt Berlin) hatte es im Herbst 2016 auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis geschafft. Der Roman ist biographisch gefärbt und befasst sich mit der Flucht seiner Familie von Ungarn über Italien in die Oberpfalz.
Akos Doma lebt heute als Schriftsteller und Übersetzer mit seiner Familie in Eichstätt.

In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.
Gefördert im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert-Bosch-Stiftung

Ausstellung vom 21. Mai bis 28. Juli 2017

Leibspeise - Seelenspeise
Geistige Nahrung aus Oberpfälzer Klosterbibliotheken

Essen ist viel mehr als nur die Aufnahme von Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Es vermittelt uns Genuss, schafft Raum für Kreativität, stiftet Gemeinschaft und steht als Zeichen für göttliches Wirken und religiöses Heil.  In seiner lebensbestimmenden Bedeutung wird das Essen oft auch zur Metapher für Geistiges und Seelisches. Erlebnis-, Abenteuer-, Liebes- und Lebenshunger sind heutige Beispiele dafür.

Die Ausstellung „Leibspeise – Seelenspeise“ geht den Speisemotiven in den Beständen aus den ehemaligen Oberpfälzer Klosterbibliotheken nach.
In einer weitgespannten Themenpalette werden Brot und Fisch, Ei, Wildbret und Gewürz in weltlichen Zusammenhängen wie in ihrer geistlichen Symbolik dargestellt.
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Die Ausstellung im Barocksaal wurde am 21. Mai 2017 um 11 Uhr feierlich eröffnet.

Der Kurator Dr. Georg Schrott hielt den Vortrag "Gruß aus der Küche. Appetizer zur Ausstellung".

Buchvorstellung und Lesung am Mittwoch, 26.07.17 um 19:30 Uhr

"Willst du von Krankheit bleiben frey, meid` Sorg, Zorn, Neid, Melancholey": Ernährung, Gesundheit und Tischregeln vor 250 Jahren.

Manfred Knedlik/Alfred Wolfsteiner

Buchvorstellung und Lesung aus
P. Odilo Schregers OSB "Speiß-Meister oder Nutzlicher Unterricht von Essen und Trincken"

Wie schmeckt ein Biber? Kann man sich einen Storch braten? Wie verbessert man die Qualität des Bieres? Warum ist Wasser so gesund? Wo wachsen die besten Weine? Was ist in den einzelnen Monaten zu beachten, um seine Gesundheit zu erhalten? Wie verhalte ich mich bei Tisch?
Auf diese Fragen und viel andere wusste der Ensdorfer Benediktiner P. Odilo Schreger (1697 - 1774) eine Antwort. Er gehörte mit seinem umfangreichen Oeuvre zu den populärsten Autoren des 18. Jahrhunderts. Seine Werke erfreuten sich noch Jahrzehnte nach seinem Tod großer Beliebtheit. Mit seinen Büchern wollte der gebürtige Schwandorfer gleichzeitig belehren wie unterhalten.

Mit seinem "Speiß-Meister" von 1766 stellt Schreger als vollständige Lebensmittelkunde nicht nur alle vor 250 Jahren in der Oberpfalz üblichen Lebensmittel und deren gesundheitliche Bedeutung vor, sondern er gibt auch viele Ratschläge, wie man seine Gesundheit erhalten kann. Dazu präsentiert er seinem Leser in drastisch-barocker Sprache konkrete Tipps, wie man sich etwa bei Tisch "richtig" verhält. Er belegt seine heute oft bis heute gültigen Gesundheitsratschläge mit ebenso unterhaltsamen wie kuriosen Beispielen. Schregers "Speißmeister" bildet damit bis heute für die Volkskunde und Ernährungsgeschichte der Oberpfalz eine nahezu unerschöpfliche Quelle. Der Speißmeister bildet als Vorläufer der bis heute ungebrochenen Welle an Koch- und Gesundheitsbüchern eine ebenso wohltuende wie unterhaltsame Alternative.

Der Germanist Manfred Knedlik stellte den geistlichen Autor und dessen medizinhistorischen Hintergrund vor, während der Schwandorfer Bibliothekar Alfred Wolfsteiner ausgewählte Passagen aus dem "Speißmeister" las.

Eintritt frei.
In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach

Lesung am Donnerstag, 20.07.2017, 19:30 Uhr

Anette Ruttmann
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“


Dies ist ein Satz  von Karl Valentin aus einem Dialog zwischen ihm und Liesl Karlstadt. Valentin war  in München zuhause, der Vater aber war aus Hessen, die Mutter aus Sachsen. Dies ist nur ein Beispiel literarischer Zeugnisse zum Thema Fremde. 1997 erschien ein Essay von Anette Ruttmann, in der sie die vielfältigen Aspekte des Fremdseins aufzeigt. Es ist eine Reise durch die Literatur, zu Ossip Mandelstam und Ingeborg Bachmann, zu Albert Camus und Wolfgang Koeppen und zu vielen anderen. Nach zwanzig Jahren ist dieser Text aktueller denn je. Die Autorin möchte in ihrer Lesung zeigen, welche Dimensionen das Fremdsein des Menschen annehmen kann und welche Möglichkeiten es gibt, diese Fremdheit zu überwinden und damit auch die Angst, die damit einhergeht.
Musikalisch begleitet von der jungen Sängerin Dima Maher Shimal aus Bagdad.

Vortrag am Donnerstag, 22.6.17, 19:30 Uhr

Dr. Marianne Rolshoven
Klimageschichte aus Klosterbüchern

Die Akademische Direktorin an der Katholischen Universität Eichstätt wertet Wetter- und Klimabeschreibungen aus, die in alten Klosteraufzeichnungen überliefert wurden. Dabei ist sie besonders am Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur, vor allem im Umkreis der alten Klöster interessiert. So lassen sich Veränderungen des Klimas in vergangenen Jahrhunderten zurückverfolgen.
Sie geht auch auf eine Rarität besonderer Art aus dem Kloster Ensdorf ein. In der Provinzialbibliothek Amberg, deren Altbestand im Kern die Bücher aus den Oberpfälzer Klosterbibliotheken bilden, haben sich drei Sammelbände von Kalendern aus den Jahren 1740 bis 1800 erhalten, die tägliche Wetteraufzeichnungen aus der Hand eines Benediktinerpaters aufweisen. Akribisch beobachtet und dokumentiert er das Wetter in Ensdorf („nachts Mondlicht, weichwindig mit Sonnenblikken, …“) bis er 1799 im Wort abbricht.
Mit diesen Aufzeichnungen und solchen anderer Klöster befasst sich die Wissenschaftlerin in ihrem Vortrag. Dabei geht es ihr nicht nur um forschende Aufarbeitung, sondern auch um Anwendung. Von den alten Klöstern kann man den Wert von Stabilität und Elastizität lernen und für das eigene Leben umsetzen.

Der Eintritt ist frei.
In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach.

Vortrag am Donnerstag, 1.6.17, 19:30 Uhr

Manfred Knedlik
Protestantische Passionsspiele


Die Zahl der Polemiken gegen das geistliche Spiel des Mittelalters nahm im konfessionellen Zeitalter deutlich zu. Dennoch brach diese Spieltradition, insbesondere im süddeutschen Raum, mit Luthers Auftreten nicht gänzlich ab. Im Gegenteil beschäftigten sich auch protestantische Dramenautoren mit den zentralen Ereignissen des Heilsgeschehens und brachten das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi auf die Bühne. Zwei besonders markante Beispieltexte will der Vortrag von Manfred Knedlik in den Vordergrund rücken: das 1560 gedruckte Passionsdrama („Der gantz Passion“), das der berühmte Meister des Knittelverses aus Nürnberg, der dichtende Schuhmacher Hans Sachs, dem Rat der Stadt Amberg widmete, sowie das 1565 erstmals aufgeführte Passions- und Osterspiel („Ein schöne Tragedj von dem Leyden vnd sterben, auch die aufferstehung vnsers Herren Jesu Christi“) des Augsburger Meistersingers Sebastian Wild, das ein Jahrhundert später eine Grundlage des ältesten Oberammergauer Spieltextes bildete.

In Kooperation mit KEB Amberg-Sulzbach

Karl IV. - Kabinettstücke aus der Provinzialbibliothek Amberg - Ausstellung vom 19.09. bis 28.10.2016

 

Anlässlich des 700. Geburtstags von Kaiser Karl IV. (1316 - 1378) präsentiert die Provinzialbibliothek Kabinettstücke aus ihrem Altbestand. Der bedeutende Herrscher des ausgehenden Mittelalters prägte die böhmische und deutsche Geschichte für mehr als drei Jahrzehnte. Die historischen und kulturellen Entwicklungslinien während dieser Zeit manifestieren sich auf vielfältige Weise in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
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Bei der Vernissage am 16.09.16 um 19:30 Uhr im Barocksaal
referierte die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christine Paschen
zum Thema "Karl IV. und die Ära der Luxemburger in Böhmen".

Anlässlich der Finissage am Freitag, 28.10.16 um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin Dr. Christine Paschen.
Eintritt frei.

Gedruckt? Digital? Egal! – Die Bibliothek in der Digitalen Welt

Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek
am Dienstag, 27.09.2016 um 19:30 Uhr

Bibliotheken sind längst in der digitalen Welt angekommen. Der immer noch heiß diskutierte, scheinbare Gegensatz zwischen der vermeintlich guten, alten Welt des gedruckten Buches, in der es noch Leser und gediegene Bildung gab, und der oft als bedrohlich empfundenen Welt allgegenwärtiger Digitalität, in der wir reiz- und datenüberflutet und damit oft verwirrt herumirren, existiert für Bibliotheken längst nicht mehr.

Für sie geht es heute und künftig darum, Wissensinhalte gleich welchen Formats in den spannenden und fordernden Nutzungsszenarien des Internets „arbeiten“ zu lassen. „Content in Context“ ist dabei ihr neues Mantra. Dieser Kontext sind mobile Apps, 3D-Scanning, Bildähnlichkeitssuche, das Kulturportal „bavarikon“, Augmented Reality, gestenbasiertes Computing, digitale Kunsttechnologien, innovative eBooks und manches mehr.

Dabei stehen Wissen, Lernen und Forschung genauso im Mittelpunkt wie Kultur und Bildung für alle. Der Vortrag lädt Sie ein zu einer Reise durch neue Bibliothekswelten. Er zeigt aber auch, dass Bibliotheken eines immer bleiben werden: Orte des Gesprächs in einem Raum lebendiger Kultur – und wenn dieses Gespräch uns im Digitalen weltweit miteinander verbindet, umso besser!
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Buchpräsentation mit Festvortrag am 13. Mai 2016

Im Sommer letzten Jahres fand das Symposium "ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern" in der Provinzialbibliothek Amberg statt.

Am Freitag, 13. Mai 2016 wurde der gleichnamige Tagungsband im barocken Bibliothekssaal mit den Herausgebern Georg Schrott, Christian Malzer und Manfred Knedlik vorgestellt. Der Sammelband ist in der Bibliothek erhältlich.

Den Festvortrag „Was Mönche heute lesen…“ hielt der Abt des Klosters Plankstetten
Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB.

Ausstellung "Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel"

Vom 17. September bis 30. Oktober 2015 zeigt die Provinzialbibliothek Amberg die Ausstellung „Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel (1440-1514)“.

Es handelt sich um eine erlesene Auswahl aus der Schatzkammer-Ausstellung, die anlässlich des 500. Todestages von Hartmann Schedel im letzten Jahr in der Bayerischen Staatsbibliothek stattfand und nun zu seinem 575. Geburtstag nach Amberg zieht. Die in München verwahrte Privatbibliothek Schedels zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit und umfasst Werke aus allen Disziplinen des Spätmittelalters: Rhetorik, Astronomie, Philosophie, Literatur Geschichtsschreibung, Medizin, Jura, Theologie, Geographie und Kosmographie. Der Arzt, Astronom und Humanist Hartmann Schedel ist heute vor allem durch seine Mitwirkung an der Weltchronik bekannt, die nach ihm benannt ist.
 
In seiner Bibliothek tritt Hartmann Schedel auch als Person in Erscheinung. Sowohl seine verwandtschaftlichen Verbindungen als auch sein Besitz werden dokumentiert. Von 1477 bis 1481 war er Stadtarzt in Amberg, bevor er schließlich in gleicher Funktion in seine Heimatstadt Nürnberg zurückkehrte.
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Hartmann Schedel als Stadtarzt in Amberg

Berühmt wurde der Arzt, Astronom, Geograph und Humanist Dr. Hartmann Schedel durch die von ihm verfasste Weltchronik. Dass der am 13. Februar 1440 in Nürnberg geborene Schedel aber auch Kontakte zu Amberg hatte, ist weniger bekannt. Dabei wirkte er hier vom 15. Oktober 1477 an vier Jahre lang als Stadtarzt.
Begleitend zur aktuellen Ausstellung berichtete über Hartmann Schedels Amberger Zeit

Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger
am Mittwoch, 30.09.2015 um 19:30 Uhr
im Barocksaal der Provinzialbibliothek.

Konzert zum 500. Geburtstag von Caspar Othmayr am 12. September 2015

Vor 500 Jahren wurde in Amberg der Theologe und Komponist Caspar Othmayr geboren. Anlässlich dieses runden Geburtstages gab am Samstag, 12. September um 20.00 Uhr das Ensemble Lala Höhö (Stuttgart) im barocken Bibliothekssaal ein Konzert mit Werken des Komponisten.

Caspar Othmayr gehört zu den herausragenden deutschen Komponisten des 16. Jahrhunderts. LALA HÖHÖ feierte seinen 500. Geburtstag mit einem Konzert, welches neben geistlichen Werken wie Bicinia Sacra (zweistimmig) Tricinia Sacra (dreistimmig) und Motetten auch eine Auswahl seiner mehrstimmigen Lieder umfasst, die in großer Zahl in Georg Forsters Liedersammlung „Frische Teutsche Liedlein“ (1539-1556) zu finden sind.

Unter dem Namen LALA HÖHÖ, einem Werk des Meisterkomponisten der Renaissance Heinrich Isaac, versammelt Giomar Sthel in Stuttgart Musiker aus aller Welt, spezialisiert auf dem Gebiet der Alten Musik. Auf Tausenden handschriftlicher wie gedruckter Blätter sind Messen, Motetten, Chansons und Lieder, Instrumentalvariationen und Tanzmusik als ein enormes musikalisches Erbe dieser Zeit erhalten geblieben. Die Aufführungen von LALA HÖHÖ vermitteln dem Publikum die reiche und kraftvolle Klangwelt der Renaissance in einer lebendigen Form.  Weitere Informationen

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Amberg

Symposion "ARMARIUM" am 3./4. Juli 2015


Die Tagung „ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern“ in der Provinzialbibliothek Amberg beschäftigte sich mit verschiedensten Facetten der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Buchkultur in den Klöstern der ehemaligen Oberen Pfalz wie des heutigen Regierungsbezirks Oberpfalz.

Es wurden mehr als zehn Beiträge beispielsweise zu klösterlichen Handschriften, zu mittelalterlicher Erzähl- und Fachprosa, zu den wenig bekannten Bibliotheken der frühneuzeitlichen Bettelordensklöster und zur klösterlichen Buchkultur in der Zeit der Aufklärung abgehalten.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ernst Tremp aus Sankt Gallen zum Thema „Mönche und Bücher“.

Es ist geplant, die Beiträge in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Sponsoren:
Kultur- und Sportstiftung der Stadtwerke Amberg
Förderstiftung der Sparkasse Amberg-Sulzbach
Diözese Regensburg

Weitere Infos im Ordensgeschichte-Blog
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9692
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9721
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9717

Tagungsprogramm im pdf-Format

Freitag, 3. Juli 2015

10.00h-10.30h Eröffnung der Tagung
 
10.30-11.15h Dr. Werner Telesko (Wien) – „Summa Norbertina“ – Die Ausmalung der Bibliothek des Prämonstratenserklosters Speinshart (Opf.) aus dem Jahr 1773

11.15-12.00h Johanna Sternecker (Regensburg) – Das sogenannte"Amberger Malerbüchlein" aus sprachwissenschaftlicher Sicht - Edition, zeitliche Verortung und Sprach-kennzeichen

12.00-14.00h  Mittagspause

14.00-14.45h  Dr. Georg Schrott (Sprockhövel) – „Retulit Rudgerus prior“. Die Waldsassener Mirakelsammlung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

14.45-15.30h  Christian Malzer M.A. (Regensburg) – Medizinische Texte in Zisterzienser-klöstern. Ein Vergleich der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Buchbestände der Waldsassener Filiation

15.30-15.45h Kaffeepause

15.45-16.30h Manfred Knedlik M.A. (Neumarkt) – „gar keinen Werth“? Frühneuzeitliche Franziskanerbibliotheken zwischen Klischee und Wirklichkeit

16.30-17.15h Dr. Rosa Micus (Regensburg) –  Die Privatbibliothek des Regensburger Domkanonikers Johannes Scharb (+ 1620) in der Bibliothek der Kartause Prüll (1484 – 1803)


Festvortrag:
19.30h  Prof. Dr. Ernst Tremp (St. Gallen) – Mönche und Bücher


Samstag, 4. Juli 2015

9.00-9.45h  Bernhard Fuchs M.A. (Weiden) – Papiermühlen in der Oberpfalz

9.45-10.30h Prof. Dr. Alois Schmid (München) – Eine Winkeldruckerei im Gebäude des aufgelassenen Dominikanerinnenklosters Pettendorf (Landkreis Regensburg)

10.30-11.00h Kaffeepause

11.00-11.45h Dr. Christine Paschen (Amberg) – Fossilia mirabilia - geologisches Wissen in Oberpfälzer Klöstern zur Zeit der Aufklärung

11.45-12.30h Maria Rottler M.A. (Regensburg) – Werke von Schulreformern in Klosterbibliotheken in der Zeit der Aufklärung

12.30-14.00h Mittagspause

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Um uns die Planungen zu erleichtern, sind wir für eine Anmeldung unter info@provinzialbibliothek-amberg.de oder Tel. 09621/6028-0 dankbar.

14.15h  Exkursion nach Speinshart (Anmeldung erforderlich, s.u.)  
Die knapp einstündige Fahrt führt in das in den letzten Jahren neu renovierte Kloster Speinshart. Pater Benedikt Schuster stellt die Klosterkirche vor, die zu den bedeutendsten Barockbauten im süddeutschen Raum zählt. Sie entstand nach Plänen der Baumeisterfamilie Dientzenhofer. Weiter erhalten wir eine seltene Führung in der Klosterbibliothek, die sonst nicht öffentlich zugänglich ist. Nach der Einkehr im Kloster-Gasthof ist die Rückkunft gegen 19:30 Uhr in Amberg geplant.
Exkursion in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und KEB Amberg-Sulzbach 

Ausstellungseröffnung "Nun, Schreiber, schärfe deine Feder" am 11. Juni 2015 um 19:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Mittelalterliche Schriftkultur. Schriftlichkeit und Buchproduktion in den Oberpfälzer Zisterzienserklöstern bis zur ersten Säkularisation im 16. Jahrhundert" 

Die Ausstellung zur mittelalterlichen Schriftkultur in Oberpfälzer Zisterzienserklöstern wurde von Studenten der Universität Regensburg in einer Übung unter der Leitung von Christian Malzer, M.A. und Magister Jiři Petrášek erarbeitet. Bei der Eröffnung am Donnerstag stellten die Studenten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor. Weiter sprachen der Kurator der Ausstellung Christian Malzer und der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz Dr. Tobias Appl.

Zur Ausstellung ist ein von Christian Malzer erstellter Begleitband erschienen.

Dialekt-Event am 21. Mai um 19.30 Uhr im Barocksaal

"Wäi's is, wäi's wor – a weng durchs Jor"
Dieter Radl las eigene Texte in Oberpfälzer Mundart
Musikalische Umrahmung durch Bernhard Luber von der Erlbochmuse
auf der "Ziach"

Der Dialekt gehört zur Kulturgeschichte einer Region und trägt stark zur individuellen und gemeinschaftlichen Identitätsbildung bei. Ein begnadeter Mundart-Interpret ist der pensionierte Lehrer Dieter Radl. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Oberpfälzer Dialekt zu pflegen, zu erhalten und auch öffentlich zu präsentieren. Er erzählte lustige, originelle Begebenheiten aus seinen Kinder- und Jugendjahren, er vermittelte dichte Bilder in seinen Schilderungen über Natur, Heimat, Brauchtum, die durch den Dialekt besonders klang- und stimmungsvoll ausgestaltet werden.
In Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach

„BÜCHERFREUDE – LESEGLÜCK – DIGITAL(VER)LUST"

Die stetig zunehmende Digitalisierung unseres täglichen Lebens stellt auch Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Wie nehmen die Benutzer der Provinzialbibliothek Amberg diese im digitalen Informationszeitalter sich grundlegend ändernden Verhältnisse bezüglich Wissen und Information wahr? Wie sehen sie die Bedeutung des Kulturguts Buch? Welche zukünftige Rolle und welchen Wert werden Bibliotheken haben? Die Provinzialbibliothek Amberg hat Antworten auf diese und weitere Fragen gesucht und ihre Nutzer - Schüler, Studenten, Pädagogen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Künstler, Schriftsteller und interessierte Bürger - befragt. 

Am Mittwoch, 22. April, dem Vorabend des Welttag des Buches wurde die Publikation
Siglinde Kurz (Hg.); Anette Ruttmann (Interviews); Moritz Hüttner (Fotografie)
„Bücherfreude – Leseglück – Digital(ver)lust. Die Provinzialbibliothek Amberg und ihre Nutzer“
im Barocksaal am Malteserplatz vorgestellt.

Mit dem Vortrag von
Dr. Bernhard Lübbers
Das digitale Zeitalter und das gedruckte Buch

Der Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg und Dozent an der Bayerischen Bibliotheksakademie München ging in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklungen ebenso wie auf die Zukunft des Mediums ein.