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In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt? Zwölf ausgewählte Lebensbilder - Ausstellung vom 23.9. - 31.10.2014

In Böhmen und Mähren haben über Jahrhunderte hinweg Tschechen, Deutsche und Juden (deutscher und tschechischer Nationalität) zusammengelebt. Die Ausstellung stellt Persönlichkeiten vor, die dem deutschböhmischen Sprach- und Kulturkreis entstammen und geht auf ihre Beziehung zu ihrer Heimat ein. Die meisten Namen (z.B. Otfried Preußler, Ferdinand Porsche, Sigmund Freud, Marie von Ebner-Eschenbach) sind dabei sehr bekannt, vielfach jedoch nicht die Tatsache, dass der Geburtsort dieser Menschen auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik liegt. Die Zusammenstellung von biografischen Texten und Fotografien möchte dazu beitragen, auf Gemeinsamkeiten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Kulturgeschichte Deutschlands, Österreichs und Tschechiens hinzuweisen.

Ausstellungseröffnung 23.9.2014 um 19:30 Uhr
Vortrag Dr. Wolfgang Schwarz
Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

Grenzgänge - Grenzgänger. Bibliophile Streifzüge durch die deutsch-tschechische Buchlandschaft. Ausstellung vom 4.7. bis 17.10.2014

Die deutsche und tschechische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihren tragischen Konflikten lässt oft die mannigfaltigen historischen und kulturellen Berührungspunkte in einer mehr als tausendjährigen Beziehung beider Länder vergessen. Hierbei war die Oberpfalz – seit jeher Grenz- und Brückenregion zwischen Bayern und Böhmen, zwischen Deutschen und Tschechen – eine Nahtstelle zwischen Westen und Osten: Gegenseitiger Austausch und Abgrenzung, Konflikt und Kooperation werden in den geschichtlich-politischen Entwicklungen deutlich. Sie manifestieren sich auf vielfältige Weise auch in den Biographien bekannter Persönlichkeiten, in ihren Werken in deutscher und tschechischer Sprache, in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
Die Ausstellung „Grenzgänge – Grenzgänger“, die das Spektrum dieser Beziehungen facettenreich beleuchtet, schöpft aus den reichen historischen Beständen im Besitz der Staatlichen Provinzialbibliothek in Amberg. Mehr ...


Ausstellungseröffnung / zahájení výstavy
Freitag, 4. Juli 2014 um 19.30 Uhr /
pátek 4. července 2014 v 19,30 hodin
Vortrag Dr. Christine Paschen
(Kuratorin der Ausstellung)
přednáška Dr. Christine Paschen
(kurátorka výstavy)

Finissage
Freitag, 17. Oktober 2014 um 19.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christine Paschen

Öffnungszeiten der Ausstellung
Výstava otevřena
Montag bis Donnerstag 10.00 - 12.30 Uhr und / a
pondělí až čtvrtek 13.30 - 16.00 Uhr
Freitag / pátek 10.00 - 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen / neděle a svátky zavřeno
1. 8. bis 5. 9 geschlossen / zavřeno
Gruppenanmeldung und Führungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Ohlášené skupiny a komentované prohlídky možné po domluvě i mimo otvírací hodiny.
Der Eintritt ist frei. / Vstup volný

Bühnenspiel "Ach Hus" am 26. Juli 2014

Ach, Hus 
Bilder aus fünf Jahrhunderten
Bühnenspiel von Franz Grundler

26.7. um 20.30 Uhr
im ehemaligen Refektorium des Studienseminars im Maltesergebäude

Warum berührte die Verbrennung des böhmischen Reformators Jan Hus die Geister immer wieder?
Ein Sturzflug durch die Zeiten mit Uwe Castor & bovaria e.V. sucht nach Erinnerungen.

Eintritt VVK 12 € / erm. 10 € / AK 14 €
Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB und EBW Amberg-Sulzbach, Buchhandlung Rupprecht

Bohumil-Hrabal-Abend im Barocksaal am 11.7.2014 um 20 Uhr

Bohumil Hrabal, Das Leben ist zum Verrücktwerden ... zum Verrücktwerden schön

Szenische Lesung mit Arthur Schnabl und Katka Karl zum 100. Geburtstag des bedeutenden tschechischen Autors Bohumil Hrabal

Eine literarische Geburtstags-Revue, in der Lachen, Weinen und Trinken nicht zu kurz kommen sollen.

Eintritt VVK 10 € / Abendkasse 12 € Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB Amberg-Sulzbach und Buchhandlung Rupprecht

Baracke – eine französische Gefangenenzeitschrift des Ersten Weltkriegs aus Amberg - Vortrag von Prof. von Treskow am 25. Juni 2014 um 19:30 Uhr

Während des Ersten Weltkriegs gerieten um die 8 Millionen Soldaten in die Gefangenschaft ihrer Gegner. Am  25. Juni 2014 um 19:30 Uhr befasst sich die Regensburger Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Isabella v. Treskow in ihrem Vortrag im barocken Bibliothekssaal am Malteserplatz mit der Gefangenenzeitschrift “Baracke”. Sie enstand 1916 im Lager Kümmersbruck und hat sich in der Provinzialbibliothek Amberg erhalten. Heute bietet sie erstaunliche Einblicke in den Alltag der Kriegsgefangenen.

Französische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs waren zum größten Teil Zivilisten, die ab 1914 in militärische Handlungen gezogen wurden und sich ab dem Moment der Gefangennahme Freiheitsentzug, Arbeitszwang, schlechten Lebensbedingungen und Monotonie in den Gefangenenlagern ausgesetzt sahen. Die räumliche Entwurzelung und die Propaganda deutscher Siege trugen zu Gefühlen der Verlassenheit und Niedergeschlagenheit bei. In dieser Situation hatten die Kriegsgefangenenzeitschriften eine wichtige intellektuelle und moralische Funktion, so auch die Zeitschrift Baracke.

Der Vortrag von Prof. Treskow zeigt, wie in Baracke versucht wird, durch publizistisches Engagement dem Zustand der Entmündigung eine eigene Mündigkeit entgegenzusetzen. Den gefangenen Männern gelingt es, unter den Bedingungen der Zensur geistige Selbstbestimmung zurückzugewinnen und mit Humor und Kritik dem Freiheitsgedanken Raum zu geben – wobei sich „Freiheit“ immer wieder geschickt auf liberté als Eigenheit und Leitmotiv der französischen Nation beziehen konnte.

Die Provinzialbibliothek Amberg lädt gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach und der VHS Amberg Sulzbach alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

Selige und Heilige(s) in Amberg - Ausstellung im Barocksaal vom 8. Mai bis 26. Juni 2014

Seit ihren frühesten Zeiten verehrten Christen die sterblichen Überreste ihrer Märtyrer. Sie befanden diese für „wertvoller als edle Steine und kostbarer als Gold“. Reliquien sind das Medium des Heiligen, den der Mensch um  Fürbitte, Schutz und Hilfe anfleht. Das Verständnis für Heiligen- und Reliquienverehrung ist uns heute abhanden gekommen. Manche Zeitgenossen vertreten ähnlich, dass die Zeit der gedruckten Bücher vorbei sei, sie seien Relikte längst vergangener Tage. Beides führt die Ausstellung in der Provinzialbibliothek zusammen: Bücher aus den reichen Beständen säkularisierter Klöster der nördlichen Oberpfalz und der früheren Jesuitenbibliothek und „Selige und Heilige(s) in der Stadt Amberg“.
Um die Heiligen und ihre Reliquien in Amberg ranken wunderbare Geschichten. Es lassen sich Geschichten von Menschen erzählen, von Intrigen und Machenschaften, von Sehnsüchten und ihrem Scheitern.

Ausstellungseröffnung
mit dem Festvortrag von
Johann Ott (Ausstellungskurator)
Selige und Heilige(s) in Amberg
7. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Begleitvortrag
Johann Ott
„Heiligkeit neu denken - eine Anfrage an die Heiligenverehrung der christlichen Kirchen"

22. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Zur Ausstellung ist das gleichnamige Katalogbuch von Johann Ott erschienen.