Archiv der Meldungen

Rückblick 2019

Kalligraphieausstellung im Barocksaal

 

10.07. bis 26.07.2019
- manu scriptum -

Brigitte Herrneder und Johann Maierhofer stellen ihre zeitgenössischen Kalligrafien den alten Schätzen im Barocksaal gegenüber. Die historischen Schriften aufgreifend zeigen beide moderne Interpretationen in Bildern und Schriftfahnen und laden zu visuellem Genuss ein. Mehr im pdf-Format ...

Vernissage
Dienstag, 9. Juli 2019 um 19:30 Uhr
Festvortrag
Dr. Nikolaus Weichselbaumer,
Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Vom Skriptorium ins Atelier - Kalligrafie im lateinischen Westen seit dem Mittelalter

Öffnungszeiten der Ausstellung im Barocksaal:
Montag bis Freitag 10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr

Sonderöffnungszeit am Freitag, 19. Juli 2019 bis 18 Uhr.
Brigitte Herrneder ist anwesend.

Gruppenanmeldungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

Begleitvortrag
Donnerstag, 18. Juli 2019 um 19:30 Uhr
Johann Georg Maierhofer
Warum Buchstaben so aussehen wie sie aussehen

Der Regensburger Autor und Kalligraf gibt einen anschaulichen Einblick in das Schreibmeisterbuch des Georg Heinrich Paritius.
Eintritt frei.

Führungen mit J. Maierhofer

für Schulen und andere Gruppen
am Mittwoch 17.07.2019
Anmeldung erforderlich, T. 0163 1747389
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: pauschal 120 Euro

für Erwachsene
17.07.2019, 17:00 Uhr
Anmeldung erforderlich, T. 09621 60280
Kosten: 10 Euro / Person

In Zusammenarbeit mit KEB Amberg-Sulzbach.

Buchvorstellung im Barocksaal am 26. Juli 2019, 19:30 Uhr

Vor einem Jahr fand das 4. Oberpfälzer Kloster-Symposium "MORS - Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern" in der Provinzialbibliothek Amberg statt, das dem Umgang mit Sterben und Tod in den Klöstern der Oberpfalz im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit gewidmet war.

Die Ergebnisse der Tagung liegen nun in Buchform vor und werden der Öffentlichkeit am Freitag, 26. Juli 2019 um 19:30 Uhr im Barocksaal präsentiert.
Interessierte sind herzlich eingeladen.

Lesung im Barocksaal am Donnerstag, 27.06.2019 um 19:30 Uhr

 

Regina Henscheid
„Unfrieden und Krieg. Neidhardt von Gneisenau schreibt an seine Frau - 1809 - 1815“

Die Epoche, die der zweite von Regina Henscheid herausgegebene Band umgreift, ist die ereignisreichste und bedeutsamste in Gneisenaus Leben. Zwei lange Reisen führen ihn über Russland nach England, wo er - vergeblich - Unterstützung für Preußens Kampf gegen Napoleon zu finden hofft. Dann nehmen ihn die so sehr von ihm herbeigesehnten Befreiungskriege gänzlich in Anspruch, bis er sie bei Waterloo mit einem persönlichen Triumph über den Kaiser beschließen kann. Es liegen über den Zeitraum von neun Jahren
142 Briefe an seine Frau vor, deren Ton zwischen Verzweiflung und Zuversicht schwankt. Anders als in den Briefen bis 1806 ist Gneisenaus Liebe einem meist freundlichen Interesse für Frau Karolines Wohlergehen gewichen.

Eintritt frei.
In Zusammenarbeit mit der KEB-Amberg Sulzbach und der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.

Ausstellung "JESUITENBAUTEN IN DER ALTEN UND NEUEN WELT" vom 10.05. bis 07.06.2019

 


Die Gesellschaft Jesu war schon bald nach ihrer Entstehung ein erstes globales Unternehmen, dessen Bauweise – obgleich zentralisiert gegliedert - unendlich vielfältig war.
Der Architekturhistoriker und Fotograf Dr. Pablo de la Riestra möchte nach zahllosen Reisen zwischen Funchal auf Madeira und Košice in der Ostslowakei, Paderborn und Neapel, sowie durch weite Teile Lateinamerikas mit seinen Aufnahmen einen Einstieg in die Welt der jesuitischen Baukunst in Europa und Iberoamerika ermöglichen.
Die Fotografieausstellung JESUITENBAUTEN IN DER ALTEN UND NEUEN WELT lässt nun im barocken Bibliothekssaal des Jesuitenkollegs, dessen stattlicher und repräsentativer Bau den Rand der Amberger Altstadt prägt, ein Gesamtbild der Architektur der Jesuiten entstehen.

Vernissage am Donnerstag, 9. Mai 2019 um 19:30 Uhr
Vortrag von Dr. Pablo de la Riestra

Eintritt frei.

Öffnungszeiten der Ausstellung im Barocksaal:
Montag bis Freitag 10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr

Gruppenanmeldungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

Vortrag im Barocksaal am Donnerstag, 6. Juni um 19:30 Uhr

 

Kirchenbücher der Pfarrei Sulzbach

Eva Lehner (M.A.), Universität Duisburg-Essen
»kein rechte nasen und mund gehabt«.
Identitätskonstruktionen in den Tauf- und Sterberegistern der Pfarrei Sulzbach, 1543-1627

Seit dem 16. Jahrhundert führten Pfarrer und andere kirchliche Vertreter Buch über die von ihnen vollzogenen Taufen, Eheschließungen und Bestattungen. Damit verzeichneten sie auf dauerhafte Weise die fundamentalen Lebensdaten von ihren Gemeindemitgliedern. Obwohl Kirchenbücher in erster Linie kirchliche Amtshandlungen verzeichnen sollten, bildeten sie zugleich über fast drei Jahrhunderte hinweg die einzigen rechtlich anerkannten und – zumindest dem Anspruch nach – vollständigen Verzeichnisse von den Personen einer Kirchengemeinde.
Eva Lehners Auswertung der Sulzbacher Tauf- und Sterberegister wurde mit dem Preis des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin für Geschlechterforschung ausgezeichnet. In ihrem Dissertationsprojekt befasst sie sich damit, wie Menschen in den kirchlichen Aufzeichnungen zu Personen gemacht und ihnen Identitäten zugewiesen werden.

Eintritt frei.
In Zusammenarbeit mit KEB Amberg-Sulzbach und der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Vortrag im Barocksaal am Donnerstag, 23.05.2019 um 19:30 Uhr

 

 

Dr. Andrea Zedler, Universität Bayreuth
„Musik und Politik. Oder: Warum fährt ein bayerischer Kurprinz zwei Mal nach Italien, um dann eine Österreicherin zu heiraten?“

Das Innenportal des Barocksaals der Provinzialbibliothek Amberg ist von zwei ovalen Medaillons gerahmt. Dargestellt sind Kurfürst Karl Albrecht und Maria Amalia von Österreich, um die es im Vortrag von Dr. Andrea Zedler gehen soll.
Genuss und Geschichte, Musik und Architektur, Erholung und Bildung: Italien ist nicht erst seit dem Zeitalter des Massentourismus der Deutschen liebstes Ziel. Allzu oft führte bereits der Weg frühneuzeitlicher Grandtouristen auf die Apenninenhalbinsel. Auch der bayerische Kurprinz Karl Albrecht – der nachmalige Kaiser Karl VII. – bereiste sie 1715/16 sowie ein weiteres Mal 1722 und schlug hierbei gleich zweimal dieselbe Reiseroute ein. Trotz desselben Reisewegs standen die Touren unter gänzlich anderen Vorzeichen, mal stand die Politik im Fokus, mal die Musik. Doch eines verband die Reisen: Beide waren von der in Aussicht genommenen Hochzeit mit der Kaisertochter Maria Amalia beeinflusst.

Eintritt frei.
In Zusammenarbeit mit KEB Amberg-Sulzbach

Vortrag von Regina Henscheid am 27. September 2018 um 19:30 Uhr im Barocksaal

 

Napoleons siegreicher Gegner
August Neidhardt von Gneisenau – eine faszinierende Persönlichkeit aus der Zeit der Befreiungskriege 1813-1815
Ein Vortrag von Regina Henscheid

Den preußischen Feldherrn Blücher kennt man noch als rabiaten und erfolgreichen Gegner Napoleons zum Ende der Befreiungskriege. Dass aber August Neidhardt von Gneisenau (1760 – 1831) diesen Haudegen als Stratege und Taktiker steuerte, geriet ziemlich früh in Vergessenheit, obwohl er es eigentlich war, der 1815 in der Schlacht bei Waterloo über den verhassten Napoleon für Preußen gesiegt hatte.
Das untergeordnete Dasein hatte Gneisenau pflichtgetreu auf sich nehmen müssen, aber auch darunter gelitten. Beim Vortrag von Regina Henscheid in der Provinzialbibliothek sollte aber nicht die militärische Leistung beleuchtet werden, sondern das Privatleben eines Mannes und Militärs, den Liebe und Pflicht an eine Frau binden, die sich durchaus nicht so verhält, wie sich das Klischee das vorstellt. Die Liebe dieser Frau gilt den Kindern, nicht dem Mann. Was er eigentlich beruflich tut, interessiert sie nicht. Was er empfiehlt, wird meist nicht getan. Das fällt dieser Frau umso leichter, auch wenn es brieflich angemahnt wird, als Gneisenau in selbstauferlegter politischer Mission oft für lange Zeit halbamtlich und dann im Krieg abwesend ist.
Gneisenaus Briefe an seine Frau haben sich erhalten, die ihrigen nicht. So sind wir auf seine Sicht der Dinge angewiesen und dürfen über die Natur seiner Frau rätseln. War sie egoistisch? Beschränkt? Oder etwa – heute aktuell – depressiv? Schön muss sie gewesen sein, das belegt immerhin ein Portraitbild.
In den von Regina Henscheid in vorerst zwei Bänden herausgegebenen Briefen, welche die Grundlage des Abendvortrags bildeten, scheint eine ganze, ferne Epoche auf, die in fesselndem Kontrast zu der unseren steht. Und deren Kenntnis uns bereichern und unterhalten kann.
 

MORS - 4. Oberpfälzer Kloster-Symposion 20. und 21. Juli 2018

MORS - Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern
Der Tod als vielleicht größte Herausforderung des Lebens nötigt allen Menschen die Suche nach geeigneten Bewältigungsstrategien auf. Die Folge ist eine enorme Vielfalt von Kulturphänomenen, die als Rites de Passage daraus hervorgingen. In besonderem Maße gilt dies von Anfang an für die Klöster und Stifte, in denen eine komplexe Liturgie, ein differenziertes Brauchtum und eine die Jahrhunderte überspannende Memoria entwickelt und gepflegt wurden. Die Klöster wurden hier auch auf den Gebieten von Kunst, Literatur und Musik tätig.

Das 4. Oberpfälzer Klostersymposion widmet sich dem Umgang mit Sterben und Tod in den Klöstern der Oberpfalz im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Tagungsort ist der Barocksaal in der Provinzialbibliothek Amberg. In vier Sektionen geht es um den Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte, um klösterliche Gebetsverbrüderungen, um die Heiligen Leiber in den Klosterkirchen und um die Interaktion von Klöstern und weltlichen Herren im Bemühen um die Bewältigung des Todes.
Die Choralschola der Basilika Waldsassen wird wohl erstmals seit der Säkularisation Hymnen aus der Liturgie zum Waldsassener Heilige-Leiber-Fest zu Gehör bringen.

Begleitend wird eine aus dem Bestand der Provinzialbibliothek Amberg zusammengestellte Buchpräsentation im Barocksaal gezeigt, die die Vorträge der Tagung ergänzt.


Tagungsprogramm im pdf-Format

TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 20. Juli 2018

Einführung

9.30 Uhr   
SIGLINDE KURZ
Begrüßung

9.45 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. / Dr. GEORG SCHROTT
Tod und Totengedenken in Oberpfälzer Klöstern – Eröffnungsvortrag

10.15 Uhr   
Kaffeepause

Der Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte

10.45 Uhr   
Prof. Dr. WOLFGANG WÜST (Erlangen)
Besitz durch Tod. Schenkungen und Stiftungen Sterbender an die Klöster in Amberg, Ensdorf, Waldsassen und Weißenohe in Mittelalter und Früher Neuzeit

11.30 Uhr   
Dr. MARIA RITA SAGSTETTER (Amberg)
„Wie nach erfolgtem Todtfahl des aldasigen Abbtens die Election eines neuen Oberhaubt vorgenommen worden seye“. Abtwahlen in Oberpfälzer Klöstern nach der Überlieferung im Staatsarchiv Amberg
12.15 Uhr    Mittagspause

Klösterliche Gebetsverbrüderungen

14.00 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. (München)
Vernetzt im Leben und im Tod. Das spätmittelalterliche Verbrüderungs- und
Memorialwesen der Oberpfälzer Prälatenklöster

14.45 Uhr   
Mag. Dr. GERALRD HIRTNER (Salzburg)
Die frühneuzeitlichen Totenroteln der Oberpfälzer Stifte. Überlieferung, Strukturen, Aussagen

15.30 Uhr   
Kaffeepause
 

Die Klöster und ihre Katakombenheiligen

16.00 Uhr   
Dr. GEORG SCHROTT (Sprockhövel)
Heilige Leiber in den Klosterkirchen der Oberen Pfalz

Mit einer Aufführung der wiederentdeckten Hymnen zum Waldsassener Heilige- Leiber-Fest durch die CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN

17.15 Uhr   
Pause


Festvortrag

19.30 Uhr   
Prof. Dr. ANDREAS TRAMPOTA SJ (München)
Guter Tod, schlechter Tod? Das Sterben und die Frage nach dem guten Leben

Musikalische Begleitung: CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN


Samstag, 21. Juli 2018

Todesbewältigung durch die Interaktion von Klöstern und weltlicher Herrschaft

9.30 Uhr   
STEFAN HUPPERTZ-WILD (Forchheim)
Heinrich II. (1002 - 1024) - Träger der Totenbahre und Schlüsselverwahrer des Ramwold-Grabes in St. Emmeram - Totenkult und Herrschaftsanspruch

10.15   
Dr. CAROLA FEY (Erlangen)
Pfalzgräfliche Begräbnisse in der Oberpfalz. Fürstliche Sepulkralkultur im Wandel


11.00 Uhr    Kaffeepause

11.30 Uhr   
Dr. KATJA PUTZER (Nürnberg)

Grabplatten, Totenschilde, Totenkalender. Zur Memoria der Familie von Wolfstein im Kloster Seligenporten

12.15 Uhr   
Schlussworte und Fazit

12.45 Uhr   
Mittagspause

Exkursion
ACHTUNG ÄNDERUNG
Statt nach Kastl führt die Exkursion nun in das Kloster Ensdorf.
Besichtigt werden der Stephansturm, der um das Jahr 1075 erbaut wurde und somit zu den ältesten freistehenden Kirchtürmen Bayerns zählt, der Kreuzgang und die barocke Pfarrkirche St. Jakobus, in der sich das Stiftergrab des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach befindet.

Treffpunkt: 15 Uhr vor der Kirche (eigene Anreise)
Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
Kosten: 3 €

Anmeldung unter Tel. 09621 6028-0

Das Symposion wird am 20. und 21. Juli 2018 im barocken Bibliothekssaal der Provinzialbibliothek Amberg stattfinden. Eine Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant.

Sponsoren:

Rainer Markgraf Stiftung
Diözese Regensburg
Sport- und Kulturstiftung der Stadtwerke Amberg
Stadt Amberg

Ausstellung "Die Schönsten Deutschen Bücher 2017" vom 13.06. bis 29.06.2018

 

Die Stiftung Buchkunst in Frankfurt kürt die schönsten und innovativsten Bücher des Jahres.
727 Einsendungen konkurrierten 2017 um die begehrten Auszeichnungen. Im Wettbewerb der »Schönsten deutschen Bücher« wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten deutschen Bücher« aus. 14 Jurorinnen und Juroren diskutierten sieben Tage lang über die eingereichten Novitäten. Die 25 ausgewählten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten.

Zu den Preisträgern gehört das hiesige Büro Wilhelm. Das in der Kategorie „Sachbücher und Wissenschaftliche Bücher“ prämierte Werk "bogevischs buero gewohnt" wurde in der Amberger Designagentur gestaltet und ist im gleichnamigen Verlag erschienen.

Bei der Vernissage am 13.6.2018 um 19:30 Uhr stellten die Buchgestalter selbst die ausgezeichnete "Schönheit" vor.

Öffnungszeiten der Ausstellung im Barocksaal:
Montag bis Donnerstag
10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 12:30 Uhr

Gruppenanmeldungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

Vortrag im Barocksaal am 8. Juni 2018

 

Freitag, 08.06.2018, 19:30 Uhr
Dr. Wolfgang Valentin Ikas (BSB München)
„Die Amberger Franziskaner und Ihre Lesegewohnheiten:
Geschichte der Bibliothek – Bestände – Präsentation“


Das ehemalige Franziskanerkloster dürfte den allermeisten Ambergern zumindest als Gebäude des heutigen Stadttheaters ein Begriff sein. Seine Geschichte indessen, welche stellvertretend für die bewegte Historie der Oberpfalz vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert insgesamt stehen kann, ist eher unbekannt. Gegenstand des Vortrags wird es somit sein, anhand von Beispielen zu zeigen, was in dieser Zeit von den Angehörigen dieses Bettelordens an Hand- und Druckschriften gesammelt als auch gelesen wurde und wie dieser heute zum Gutteil in München befindliche Bestand angemessen erschlossen und digital präsentiert werden kann.
Dr. Ikas ist Leiter des Referats Handschriften und Benutzung der Bayerischen Staatsbibliothek München.
Eintritt frei.
In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach

Lesung von Bernhard Setzwein im Barocksaal

 


Montag, 07.05.2018, 19:30 Uhr
Bernhard Setzwein liest aus seinem aktuellen Roman
Der böhmische Samurai“

Musikalisch begleitet von Gondwana Drift

Setzweins Roman basiert auf der wahren Geschichte der Familie Coudenhove-Kalergi, die ihren Stammsitz in Ronsperg hatte, gleich hinter der bayerisch-böhmischen Grenze. Aus dieser Familie ging unter anderem Richard Coudenhove hervor, Begründer der Paneuropa-Bewegung in den 1920er Jahren.
Seine Mutter Mitsuko kam 1896 mit ihrem Ehemann Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi aus Japan nach Böhmen. Sie ist in Japan so bekannt, wie bei uns die Kaiserin Sissi. Man kann also sagen: Die frühe Idee eines geeinten Europas wurde von einem Halbjapaner tief drin in den böhmischen Wäldern erdacht.

Eintritt: 7 €
In Kooperation mit EBW und KEB Amberg-Sulzbach

Vortrag im Barocksaal am Mittwoch, 11.10.2017 um 19:30 Uhr

 

Prof. Dr. Paul Rössler (Universität Regensburg)
„‘Rau, höckricht, hart und steif‘. Aichinger, Gottsched und die Oberpfalz im Schriftsprachreform-Diskurs um 1750.“

Am 31.03.2017 war der 300. Geburtstag von Carl Friedrich Aichinger. Der bedeutende Sprachwissenschaftler des 18. Jahrhunderts wurde in Vohenstrauß geboren und starb am 13.12.1782 in Sulzbach, wo er als Stadtprediger wirkte. Eine besondere Rolle kam ihm im spätbarocken Sprachenstreit um die Definition einer allgemein gültigen deutschen Schriftnorm zu. Die Kontrahenten waren dabei in den protestantischen Norden, der das ostmitteldeutsche Sächsisch favorisierte und sich um Johann Christoph Gottsched scharte und den katholischen Süden geteilt, der der oberdeutschen Schriftsprache anhing und dem Aichinger angehörte.
Auf einer seiner Bildungsreisen kam der angesehene Literat der deutschen Frühaufklärung aus Meißen auch durch die Oberpfalz. Im „Klag-Lied des Herrn Professor Gottscheds über das rauhe Pfälzer-Land in einer Abschieds-Ode“ überzog er die Oberpfalz mit polemischer Kritik, die Aichinger nicht unbeantwortet ließ.

Eintritt frei. In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.

Lesung am Donnerstag, 28.09.2017 um 19:30 Uhr im Barocksaal

 

Akos Doma
"Der Weg der Wünsche"

Akos Doma ist 1963 in Budapest geboren und wuchs in Ungarn, Italien und England auf. Mit 14 Jahren kam er nach Deutschland. Nach seinem Abitur in Amberg, studierte er Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in München und Eichstätt. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller übersetzt Akos Doma Werke von László F. Földényi, Péter Nádas oder Sándor Márai aus dem Ungarischen ins Deutsche. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise.
Sein letztes Buch „Der Weg der Wünsche“ (Rowohlt Berlin) hatte es im Herbst 2016 auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis geschafft. Der Roman ist biographisch gefärbt und befasst sich mit der Flucht seiner Familie von Ungarn über Italien in die Oberpfalz.
Akos Doma lebt heute als Schriftsteller und Übersetzer mit seiner Familie in Eichstätt.

In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.
Gefördert im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert-Bosch-Stiftung

Ausstellung vom 21. Mai bis 28. Juli 2017

 

Leibspeise - Seelenspeise
Geistige Nahrung aus Oberpfälzer Klosterbibliotheken

Essen ist viel mehr als nur die Aufnahme von Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Es vermittelt uns Genuss, schafft Raum für Kreativität, stiftet Gemeinschaft und steht als Zeichen für göttliches Wirken und religiöses Heil.  In seiner lebensbestimmenden Bedeutung wird das Essen oft auch zur Metapher für Geistiges und Seelisches. Erlebnis-, Abenteuer-, Liebes- und Lebenshunger sind heutige Beispiele dafür.

Die Ausstellung „Leibspeise – Seelenspeise“ geht den Speisemotiven in den Beständen aus den ehemaligen Oberpfälzer Klosterbibliotheken nach.
In einer weitgespannten Themenpalette werden Brot und Fisch, Ei, Wildbret und Gewürz in weltlichen Zusammenhängen wie in ihrer geistlichen Symbolik dargestellt.
Mehr ...

 

 

Die Ausstellung im Barocksaal wurde am 21. Mai 2017 um 11 Uhrfeierlich eröffnet.

Der Kurator Dr. Georg Schrott hielt den Vortrag "Gruß aus der Küche. Appetizer zur Ausstellung".

Buchvorstellung und Lesung am Mittwoch, 26.07.17 um 19:30 Uhr

 

"Willst du von Krankheit bleiben frey, meid` Sorg, Zorn, Neid, Melancholey": Ernährung, Gesundheit und Tischregeln vor 250 Jahren.

Manfred Knedlik/Alfred Wolfsteiner

Buchvorstellung und Lesung aus
P. Odilo Schregers OSB "Speiß-Meister oder Nutzlicher Unterricht von Essen und Trincken"


Wie schmeckt ein Biber? Kann man sich einen Storch braten? Wie verbessert man die Qualität des Bieres? Warum ist Wasser so gesund? Wo wachsen die besten Weine? Was ist in den einzelnen Monaten zu beachten, um seine Gesundheit zu erhalten? Wie verhalte ich mich bei Tisch?
Auf diese Fragen und viel andere wusste der Ensdorfer Benediktiner P. Odilo Schreger (1697 - 1774) eine Antwort. Er gehörte mit seinem umfangreichen Oeuvre zu den populärsten Autoren des 18. Jahrhunderts. Seine Werke erfreuten sich noch Jahrzehnte nach seinem Tod großer Beliebtheit. Mit seinen Büchern wollte der gebürtige Schwandorfer gleichzeitig belehren wie unterhalten.

Mit seinem "Speiß-Meister" von 1766 stellt Schreger als vollständige Lebensmittelkunde nicht nur alle vor 250 Jahren in der Oberpfalz üblichen Lebensmittel und deren gesundheitliche Bedeutung vor, sondern er gibt auch viele Ratschläge, wie man seine Gesundheit erhalten kann. Dazu präsentiert er seinem Leser in drastisch-barocker Sprache konkrete Tipps, wie man sich etwa bei Tisch "richtig" verhält. Er belegt seine heute oft bis heute gültigen Gesundheitsratschläge mit ebenso unterhaltsamen wie kuriosen Beispielen. Schregers "Speißmeister" bildet damit bis heute für die Volkskunde und Ernährungsgeschichte der Oberpfalz eine nahezu unerschöpfliche Quelle. Der Speißmeister bildet als Vorläufer der bis heute ungebrochenen Welle an Koch- und Gesundheitsbüchern eine ebenso wohltuende wie unterhaltsame Alternative.

Der Germanist Manfred Knedlik stellte den geistlichen Autor und dessen medizinhistorischen Hintergrund vor, während der Schwandorfer Bibliothekar Alfred Wolfsteiner ausgewählte Passagen aus dem "Speißmeister" las.

Eintritt frei.
In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach

Lesung am Donnerstag, 20.07.2017, 19:30 Uhr

 

Anette Ruttmann
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“


Dies ist ein Satz  von Karl Valentin aus einem Dialog zwischen ihm und Liesl Karlstadt. Valentin war  in München zuhause, der Vater aber war aus Hessen, die Mutter aus Sachsen. Dies ist nur ein Beispiel literarischer Zeugnisse zum Thema Fremde. 1997 erschien ein Essay von Anette Ruttmann, in der sie die vielfältigen Aspekte des Fremdseins aufzeigt. Es ist eine Reise durch die Literatur, zu Ossip Mandelstam und Ingeborg Bachmann, zu Albert Camus und Wolfgang Koeppen und zu vielen anderen. Nach zwanzig Jahren ist dieser Text aktueller denn je. Die Autorin möchte in ihrer Lesung zeigen, welche Dimensionen das Fremdsein des Menschen annehmen kann und welche Möglichkeiten es gibt, diese Fremdheit zu überwinden und damit auch die Angst, die damit einhergeht.
Musikalisch begleitet von der jungen Sängerin Dima Maher Shimal aus Bagdad.
 

Vortrag am Donnerstag, 22.6.17, 19:30 Uhr

 

Dr. Marianne Rolshoven
Klimageschichte aus Klosterbüchern


Die Akademische Direktorin an der Katholischen Universität Eichstätt wertet Wetter- und Klimabeschreibungen aus, die in alten Klosteraufzeichnungen überliefert wurden. Dabei ist sie besonders am Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur, vor allem im Umkreis der alten Klöster interessiert. So lassen sich Veränderungen des Klimas in vergangenen Jahrhunderten zurückverfolgen.
Sie geht auch auf eine Rarität besonderer Art aus dem Kloster Ensdorf ein. In der Provinzialbibliothek Amberg, deren Altbestand im Kern die Bücher aus den Oberpfälzer Klosterbibliotheken bilden, haben sich drei Sammelbände von Kalendern aus den Jahren 1740 bis 1800 erhalten, die tägliche Wetteraufzeichnungen aus der Hand eines Benediktinerpaters aufweisen. Akribisch beobachtet und dokumentiert er das Wetter in Ensdorf („nachts Mondlicht, weichwindig mit Sonnenblikken, …“) bis er 1799 im Wort abbricht.
Mit diesen Aufzeichnungen und solchen anderer Klöster befasst sich die Wissenschaftlerin in ihrem Vortrag. Dabei geht es ihr nicht nur um forschende Aufarbeitung, sondern auch um Anwendung. Von den alten Klöstern kann man den Wert von Stabilität und Elastizität lernen und für das eigene Leben umsetzen.

Der Eintritt ist frei.
In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach.

Vortrag am Donnerstag, 1.6.17, 19:30 Uhr

 

Manfred Knedlik
Protestantische Passionsspiele


Die Zahl der Polemiken gegen das geistliche Spiel des Mittelalters nahm im konfessionellen Zeitalter deutlich zu. Dennoch brach diese Spieltradition, insbesondere im süddeutschen Raum, mit Luthers Auftreten nicht gänzlich ab. Im Gegenteil beschäftigten sich auch protestantische Dramenautoren mit den zentralen Ereignissen des Heilsgeschehens und brachten das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi auf die Bühne. Zwei besonders markante Beispieltexte will der Vortrag von Manfred Knedlik in den Vordergrund rücken: das 1560 gedruckte Passionsdrama („Der gantz Passion“), das der berühmte Meister des Knittelverses aus Nürnberg, der dichtende Schuhmacher Hans Sachs, dem Rat der Stadt Amberg widmete, sowie das 1565 erstmals aufgeführte Passions- und Osterspiel („Ein schöne Tragedj von dem Leyden vnd sterben, auch die aufferstehung vnsers Herren Jesu Christi“) des Augsburger Meistersingers Sebastian Wild, das ein Jahrhundert später eine Grundlage des ältesten Oberammergauer Spieltextes bildete.

In Kooperation mit KEB Amberg-Sulzbach

Karl IV. - Kabinettstücke aus der Provinzialbibliothek Amberg - Ausstellung vom 19.09. bis 28.10.2016

 

 

Anlässlich des 700. Geburtstags von Kaiser Karl IV. (1316 - 1378) präsentiert die Provinzialbibliothek Kabinettstücke aus ihrem Altbestand. Der bedeutende Herrscher des ausgehenden Mittelalters prägte die böhmische und deutsche Geschichte für mehr als drei Jahrzehnte. Die historischen und kulturellen Entwicklungslinien während dieser Zeit manifestieren sich auf vielfältige Weise in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
Mehr ...


Bei der Vernissage am 16.09.16 um 19:30 Uhr im Barocksaal
referierte die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christine Paschen
zum Thema "Karl IV. und die Ära der Luxemburger in Böhmen".

Anlässlich der Finissage am Freitag, 28.10.16 um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin Dr. Christine Paschen.
Eintritt frei.

Gedruckt? Digital? Egal! – Die Bibliothek in der Digitalen Welt

Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek
am Dienstag, 27.09.2016 um 19:30 Uhr

Bibliotheken sind längst in der digitalen Welt angekommen. Der immer noch heiß diskutierte, scheinbare Gegensatz zwischen der vermeintlich guten, alten Welt des gedruckten Buches, in der es noch Leser und gediegene Bildung gab, und der oft als bedrohlich empfundenen Welt allgegenwärtiger Digitalität, in der wir reiz- und datenüberflutet und damit oft verwirrt herumirren, existiert für Bibliotheken längst nicht mehr.

Für sie geht es heute und künftig darum, Wissensinhalte gleich welchen Formats in den spannenden und fordernden Nutzungsszenarien des Internets „arbeiten“ zu lassen. „Content in Context“ ist dabei ihr neues Mantra. Dieser Kontext sind mobile Apps, 3D-Scanning, Bildähnlichkeitssuche, das Kulturportal „bavarikon“, Augmented Reality, gestenbasiertes Computing, digitale Kunsttechnologien, innovative eBooks und manches mehr.

Dabei stehen Wissen, Lernen und Forschung genauso im Mittelpunkt wie Kultur und Bildung für alle. Der Vortrag lädt Sie ein zu einer Reise durch neue Bibliothekswelten. Er zeigt aber auch, dass Bibliotheken eines immer bleiben werden: Orte des Gesprächs in einem Raum lebendiger Kultur – und wenn dieses Gespräch uns im Digitalen weltweit miteinander verbindet, umso besser!
Mehr ...

Buchpräsentation mit Festvortrag am 13. Mai 2016

Im Sommer letzten Jahres fand das Symposium "ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern" in der Provinzialbibliothek Amberg statt.

Am Freitag, 13. Mai 2016 wurde der gleichnamige Tagungsband im barocken Bibliothekssaal mit den Herausgebern Georg Schrott, Christian Malzer und Manfred Knedlik vorgestellt. Der Sammelband ist in der Bibliothek erhältlich.

Den Festvortrag „Was Mönche heute lesen…“ hielt der Abt des Klosters Plankstetten
Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB.

Ausstellung "Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel"

 

Vom 17. September bis 30. Oktober 2015 zeigt die Provinzialbibliothek Amberg die Ausstellung „Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel (1440-1514)“.

Es handelt sich um eine erlesene Auswahl aus der Schatzkammer-Ausstellung, die anlässlich des 500. Todestages von Hartmann Schedel im letzten Jahr in der Bayerischen Staatsbibliothek stattfand und nun zu seinem 575. Geburtstag nach Amberg zieht. Die in München verwahrte Privatbibliothek Schedels zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit und umfasst Werke aus allen Disziplinen des Spätmittelalters: Rhetorik, Astronomie, Philosophie, Literatur Geschichtsschreibung, Medizin, Jura, Theologie, Geographie und Kosmographie. Der Arzt, Astronom und Humanist Hartmann Schedel ist heute vor allem durch seine Mitwirkung an der Weltchronik bekannt, die nach ihm benannt ist.
 
In seiner Bibliothek tritt Hartmann Schedel auch als Person in Erscheinung. Sowohl seine verwandtschaftlichen Verbindungen als auch sein Besitz werden dokumentiert. Von 1477 bis 1481 war er Stadtarzt in Amberg, bevor er schließlich in gleicher Funktion in seine Heimatstadt Nürnberg zurückkehrte.
Mehr ...

Hartmann Schedel als Stadtarzt in Amberg

 

Berühmt wurde der Arzt, Astronom, Geograph und Humanist Dr. Hartmann Schedel durch die von ihm verfasste Weltchronik. Dass der am 13. Februar 1440 in Nürnberg geborene Schedel aber auch Kontakte zu Amberg hatte, ist weniger bekannt. Dabei wirkte er hier vom 15. Oktober 1477 an vier Jahre lang als Stadtarzt.
Begleitend zur aktuellen Ausstellung berichtete über Hartmann Schedels Amberger Zeit

Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger
am Mittwoch, 30.09.2015 um 19:30 Uhr
im Barocksaal der Provinzialbibliothek.

Konzert zum 500. Geburtstag von Caspar Othmayr am 12. September 2015

Vor 500 Jahren wurde in Amberg der Theologe und Komponist Caspar Othmayrgeboren. Anlässlich dieses runden Geburtstages gab am Samstag, 12. September um 20.00 Uhr das Ensemble Lala Höhö (Stuttgart) im barocken Bibliothekssaal ein Konzert mit Werken des Komponisten.

Caspar Othmayr gehört zu den herausragenden deutschen Komponisten des 16. Jahrhunderts. LALA HÖHÖ feierte seinen 500. Geburtstag mit einem Konzert, welches neben geistlichen Werken wie Bicinia Sacra (zweistimmig) Tricinia Sacra (dreistimmig) und Motetten auch eine Auswahl seiner mehrstimmigen Lieder umfasst, die in großer Zahl in Georg Forsters Liedersammlung „Frische Teutsche Liedlein“ (1539-1556) zu finden sind.

Unter dem Namen LALA HÖHÖ, einem Werk des Meisterkomponisten der Renaissance Heinrich Isaac, versammelt Giomar Sthel in Stuttgart Musiker aus aller Welt, spezialisiert auf dem Gebiet der Alten Musik. Auf Tausenden handschriftlicher wie gedruckter Blätter sind Messen, Motetten, Chansons und Lieder, Instrumentalvariationen und Tanzmusik als ein enormes musikalisches Erbe dieser Zeit erhalten geblieben. Die Aufführungen von LALA HÖHÖ vermitteln dem Publikum die reiche und kraftvolle Klangwelt der Renaissance in einer lebendigen Form.  Weitere Informationen

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Amberg

Symposion "ARMARIUM" am 3./4. Juli 2015


Die Tagung „ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern“ in der Provinzialbibliothek Amberg beschäftigte sich mit verschiedensten Facetten der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Buchkultur in den Klöstern der ehemaligen Oberen Pfalz wie des heutigen Regierungsbezirks Oberpfalz.

Es wurden mehr als zehn Beiträge beispielsweise zu klösterlichen Handschriften, zu mittelalterlicher Erzähl- und Fachprosa, zu den wenig bekannten Bibliotheken der frühneuzeitlichen Bettelordensklöster und zur klösterlichen Buchkultur in der Zeit der Aufklärung abgehalten.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ernst Tremp aus Sankt Gallen zum Thema „Mönche und Bücher“.

Es ist geplant, die Beiträge in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Sponsoren:
Kultur- und Sportstiftung der Stadtwerke Amberg
Förderstiftung der Sparkasse Amberg-Sulzbach
Diözese Regensburg

Weitere Infos im Ordensgeschichte-Blog
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9692
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9721
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9717

Tagungsprogramm im pdf-Format

Freitag, 3. Juli 2015

10.00h-10.30h Eröffnung der Tagung
 
10.30-11.15h Dr. Werner Telesko (Wien) – „Summa Norbertina“ – Die Ausmalung der Bibliothek des Prämonstratenserklosters Speinshart (Opf.) aus dem Jahr 1773

11.15-12.00h Johanna Sternecker (Regensburg) – Das sogenannte"Amberger Malerbüchlein" aus sprachwissenschaftlicher Sicht - Edition, zeitliche Verortung und Sprach-kennzeichen

12.00-14.00h  Mittagspause

14.00-14.45h  Dr. Georg Schrott (Sprockhövel) – „Retulit Rudgerus prior“. Die Waldsassener Mirakelsammlung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

14.45-15.30h  Christian Malzer M.A. (Regensburg) – Medizinische Texte in Zisterzienser-klöstern. Ein Vergleich der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Buchbestände der Waldsassener Filiation

15.30-15.45h Kaffeepause

15.45-16.30h Manfred Knedlik M.A. (Neumarkt) – „gar keinen Werth“? Frühneuzeitliche Franziskanerbibliotheken zwischen Klischee und Wirklichkeit

16.30-17.15h Dr. Rosa Micus (Regensburg) –  Die Privatbibliothek des Regensburger Domkanonikers Johannes Scharb (+ 1620) in der Bibliothek der Kartause Prüll (1484 – 1803)


Festvortrag:
19.30h  Prof. Dr. Ernst Tremp (St. Gallen) – Mönche und Bücher


Samstag, 4. Juli 2015

9.00-9.45h  Bernhard Fuchs M.A. (Weiden) – Papiermühlen in der Oberpfalz

9.45-10.30h Prof. Dr. Alois Schmid (München) – Eine Winkeldruckerei im Gebäude des aufgelassenen Dominikanerinnenklosters Pettendorf (Landkreis Regensburg)

10.30-11.00h Kaffeepause

11.00-11.45h Dr. Christine Paschen (Amberg) – Fossilia mirabilia - geologisches Wissen in Oberpfälzer Klöstern zur Zeit der Aufklärung

11.45-12.30h Maria Rottler M.A. (Regensburg) – Werke von Schulreformern in Klosterbibliotheken in der Zeit der Aufklärung

12.30-14.00h Mittagspause

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Um uns die Planungen zu erleichtern, sind wir für eine Anmeldung unter info@provinzialbibliothek-amberg.de oder Tel. 09621/6028-0 dankbar.

14.15h  Exkursion nach Speinshart (Anmeldung erforderlich, s.u.)  
Die knapp einstündige Fahrt führt in das in den letzten Jahren neu renovierte Kloster Speinshart. Pater Benedikt Schuster stellt die Klosterkirche vor, die zu den bedeutendsten Barockbauten im süddeutschen Raum zählt. Sie entstand nach Plänen der Baumeisterfamilie Dientzenhofer. Weiter erhalten wir eine seltene Führung in der Klosterbibliothek, die sonst nicht öffentlich zugänglich ist. Nach der Einkehr im Kloster-Gasthof ist die Rückkunft gegen 19:30 Uhr in Amberg geplant.
Exkursion in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und KEB Amberg-Sulzbach 

Ausstellungseröffnung "Nun, Schreiber, schärfe deine Feder" am 11. Juni 2015 um 19:30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Mittelalterliche Schriftkultur. Schriftlichkeit und Buchproduktion in den Oberpfälzer Zisterzienserklöstern bis zur ersten Säkularisation im 16. Jahrhundert" 

Die Ausstellung zur mittelalterlichen Schriftkultur in Oberpfälzer Zisterzienserklöstern wurde von Studenten der Universität Regensburg in einer Übung unter der Leitung von Christian Malzer, M.A. und Magister Jiři Petrášek erarbeitet. Bei der Eröffnung am Donnerstag stellten die Studenten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor. Weiter sprachen der Kurator der Ausstellung Christian Malzer und der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz Dr. Tobias Appl.

Zur Ausstellung ist ein von Christian Malzer erstellter Begleitband erschienen.

Dialekt-Event am 21. Mai um 19.30 Uhr im Barocksaal

"Wäi's is, wäi's wor – a weng durchs Jor"
Dieter Radl las eigene Texte in Oberpfälzer Mundart
Musikalische Umrahmung durch Bernhard Luber von der Erlbochmuse
auf der "Ziach"

Der Dialekt gehört zur Kulturgeschichte einer Region und trägt stark zur individuellen und gemeinschaftlichen Identitätsbildung bei. Ein begnadeter Mundart-Interpret ist der pensionierte Lehrer Dieter Radl. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Oberpfälzer Dialekt zu pflegen, zu erhalten und auch öffentlich zu präsentieren. Er erzählte lustige, originelle Begebenheiten aus seinen Kinder- und Jugendjahren, er vermittelte dichte Bilder in seinen Schilderungen über Natur, Heimat, Brauchtum, die durch den Dialekt besonders klang- und stimmungsvoll ausgestaltet werden.
In Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach

„BÜCHERFREUDE – LESEGLÜCK – DIGITAL(VER)LUST"

Die stetig zunehmende Digitalisierung unseres täglichen Lebens stellt auch Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Wie nehmen die Benutzer der Provinzialbibliothek Amberg diese im digitalen Informationszeitalter sich grundlegend ändernden Verhältnisse bezüglich Wissen und Information wahr? Wie sehen sie die Bedeutung des Kulturguts Buch? Welche zukünftige Rolle und welchen Wert werden Bibliotheken haben? Die Provinzialbibliothek Amberg hat Antworten auf diese und weitere Fragen gesucht und ihre Nutzer - Schüler, Studenten, Pädagogen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Künstler, Schriftsteller und interessierte Bürger - befragt. 

Am Mittwoch, 22. April, dem Vorabend des Welttag des Bucheswurde die Publikation
Siglinde Kurz (Hg.); Anette Ruttmann (Interviews); Moritz Hüttner (Fotografie)
„Bücherfreude – Leseglück – Digital(ver)lust. Die Provinzialbibliothek Amberg und ihre Nutzer“
im Barocksaal am Malteserplatz vorgestellt.

Mit dem Vortrag von
Dr. Bernhard Lübbers
Das digitale Zeitalter und das gedruckte Buch

Der Leiter derStaatlichen Bibliothek Regensburg und Dozent an der Bayerischen Bibliotheksakademie München ging in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklungen ebenso wie auf die Zukunft des Mediums ein.

Rückblick 2018

Vortrag von Regina Henscheid am 27. September 2018 um 19:30 Uhr im Barocksaal

 

Napoleons siegreicher Gegner
August Neidhardt von Gneisenau – eine faszinierende Persönlichkeit aus der Zeit der Befreiungskriege 1813-1815
Ein Vortrag von Regina Henscheid

Den preußischen Feldherrn Blücher kennt man noch als rabiaten und erfolgreichen Gegner Napoleons zum Ende der Befreiungskriege. Dass aber August Neidhardt von Gneisenau (1760 – 1831) diesen Haudegen als Stratege und Taktiker steuerte, geriet ziemlich früh in Vergessenheit, obwohl er es eigentlich war, der 1815 in der Schlacht bei Waterloo über den verhassten Napoleon für Preußen gesiegt hatte.
Das untergeordnete Dasein hatte Gneisenau pflichtgetreu auf sich nehmen müssen, aber auch darunter gelitten. Beim Vortrag von Regina Henscheid in der Provinzialbibliothek sollte aber nicht die militärische Leistung beleuchtet werden, sondern das Privatleben eines Mannes und Militärs, den Liebe und Pflicht an eine Frau binden, die sich durchaus nicht so verhält, wie sich das Klischee das vorstellt. Die Liebe dieser Frau gilt den Kindern, nicht dem Mann. Was er eigentlich beruflich tut, interessiert sie nicht. Was er empfiehlt, wird meist nicht getan. Das fällt dieser Frau umso leichter, auch wenn es brieflich angemahnt wird, als Gneisenau in selbstauferlegter politischer Mission oft für lange Zeit halbamtlich und dann im Krieg abwesend ist.
Gneisenaus Briefe an seine Frau haben sich erhalten, die ihrigen nicht. So sind wir auf seine Sicht der Dinge angewiesen und dürfen über die Natur seiner Frau rätseln. War sie egoistisch? Beschränkt? Oder etwa – heute aktuell – depressiv? Schön muss sie gewesen sein, das belegt immerhin ein Portraitbild.
In den von Regina Henscheid in vorerst zwei Bänden herausgegebenen Briefen, welche die Grundlage des Abendvortrags bildeten, scheint eine ganze, ferne Epoche auf, die in fesselndem Kontrast zu der unseren steht. Und deren Kenntnis uns bereichern und unterhalten kann.
 

 

MORS - 4. Oberpfälzer Kloster-Symposion 20. und 21. Juli 2018

 

MORS - Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern
Der Tod als vielleicht größte Herausforderung des Lebens nötigt allen Menschen die Suche nach geeigneten Bewältigungsstrategien auf. Die Folge ist eine enorme Vielfalt von Kulturphänomenen, die als Rites de Passage daraus hervorgingen. In besonderem Maße gilt dies von Anfang an für die Klöster und Stifte, in denen eine komplexe Liturgie, ein differenziertes Brauchtum und eine die Jahrhunderte überspannende Memoria entwickelt und gepflegt wurden. Die Klöster wurden hier auch auf den Gebieten von Kunst, Literatur und Musik tätig.

Das 4. Oberpfälzer Klostersymposion widmet sich dem Umgang mit Sterben und Tod in den Klöstern der Oberpfalz im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Tagungsort ist der Barocksaal in der Provinzialbibliothek Amberg. In vier Sektionen geht es um den Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte, um klösterliche Gebetsverbrüderungen, um die Heiligen Leiber in den Klosterkirchen und um die Interaktion von Klöstern und weltlichen Herren im Bemühen um die Bewältigung des Todes.
Die Choralschola der Basilika Waldsassen wird wohl erstmals seit der Säkularisation Hymnen aus der Liturgie zum Waldsassener Heilige-Leiber-Fest zu Gehör bringen.

Begleitend wird eine aus dem Bestand der Provinzialbibliothek Amberg zusammengestellte Buchpräsentation im Barocksaal gezeigt, die die Vorträge der Tagung ergänzt.


Tagungsprogramm im pdf-Format

TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 20. Juli 2018

Einführung

9.30 Uhr   
SIGLINDE KURZ
Begrüßung

9.45 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. / Dr. GEORG SCHROTT
Tod und Totengedenken in Oberpfälzer Klöstern – Eröffnungsvortrag

10.15 Uhr   
Kaffeepause

Der Tod als Schwellensituation in der Klostergeschichte

10.45 Uhr   
Prof. Dr. WOLFGANG WÜST (Erlangen)
Besitz durch Tod. Schenkungen und Stiftungen Sterbender an die Klöster in Amberg, Ensdorf, Waldsassen und Weißenohe in Mittelalter und Früher Neuzeit

11.30 Uhr   
Dr. MARIA RITA SAGSTETTER (Amberg)
„Wie nach erfolgtem Todtfahl des aldasigen Abbtens die Election eines neuen Oberhaubt vorgenommen worden seye“. Abtwahlen in Oberpfälzer Klöstern nach der Überlieferung im Staatsarchiv Amberg
12.15 Uhr    Mittagspause

Klösterliche Gebetsverbrüderungen

14.00 Uhr   
CHRISTIAN MALZER M.A. (München)
Vernetzt im Leben und im Tod. Das spätmittelalterliche Verbrüderungs- und
Memorialwesen der Oberpfälzer Prälatenklöster

14.45 Uhr   
Mag. Dr. GERALRD HIRTNER (Salzburg)
Die frühneuzeitlichen Totenroteln der Oberpfälzer Stifte. Überlieferung, Strukturen, Aussagen

15.30 Uhr   
Kaffeepause
 

Die Klöster und ihre Katakombenheiligen

16.00 Uhr   
Dr. GEORG SCHROTT (Sprockhövel)
Heilige Leiber in den Klosterkirchen der Oberen Pfalz

Mit einer Aufführung der wiederentdeckten Hymnen zum Waldsassener Heilige- Leiber-Fest durch die CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN

17.15 Uhr   
Pause


Festvortrag

19.30 Uhr   
Prof. Dr. ANDREAS TRAMPOTA SJ (München)
Guter Tod, schlechter Tod? Das Sterben und die Frage nach dem guten Leben

Musikalische Begleitung: CHORALSCHOLA DER BASILIKA WALDSASSEN


Samstag, 21. Juli 2018

Todesbewältigung durch die Interaktion von Klöstern und weltlicher Herrschaft

9.30 Uhr   
STEFAN HUPPERTZ-WILD (Forchheim)
Heinrich II. (1002 - 1024) - Träger der Totenbahre und Schlüsselverwahrer des Ramwold-Grabes in St. Emmeram - Totenkult und Herrschaftsanspruch

10.15   
Dr. CAROLA FEY (Erlangen)
Pfalzgräfliche Begräbnisse in der Oberpfalz. Fürstliche Sepulkralkultur im Wandel


11.00 Uhr    Kaffeepause

11.30 Uhr   
Dr. KATJA PUTZER (Nürnberg)

Grabplatten, Totenschilde, Totenkalender. Zur Memoria der Familie von Wolfstein im Kloster Seligenporten

12.15 Uhr   
Schlussworte und Fazit

12.45 Uhr   
Mittagspause

Exkursion
ACHTUNG ÄNDERUNG
Statt nach Kastl führt die Exkursion nun in das Kloster Ensdorf.
Besichtigt werden der Stephansturm, der um das Jahr 1075 erbaut wurde und somit zu den ältesten freistehenden Kirchtürmen Bayerns zählt, der Kreuzgang und die barocke Pfarrkirche St. Jakobus, in der sich das Stiftergrab des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach befindet.

Treffpunkt: 15 Uhr vor der Kirche (eigene Anreise)
Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
Kosten: 3 €

Anmeldung unter Tel. 09621 6028-0

Das Symposion wird am 20. und 21. Juli 2018 im barocken Bibliothekssaal der Provinzialbibliothek Amberg stattfinden. Eine Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant.

Sponsoren:

Rainer Markgraf Stiftung
Diözese Regensburg
Sport- und Kulturstiftung der Stadtwerke Amberg
Stadt Amberg

Ausstellung "Die Schönsten Deutschen Bücher 2017" vom 13.06. bis 29.06.2018

 

Die Stiftung Buchkunst in Frankfurt kürt die schönsten und innovativsten Bücher des Jahres.
727 Einsendungen konkurrierten 2017 um die begehrten Auszeichnungen. Im Wettbewerb der »Schönsten deutschen Bücher« wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten deutschen Bücher« aus. 14 Jurorinnen und Juroren diskutierten sieben Tage lang über die eingereichten Novitäten. Die 25 ausgewählten Bücher sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten.

Zu den Preisträgern gehört das hiesige Büro Wilhelm. Das in der Kategorie „Sachbücher und Wissenschaftliche Bücher“ prämierte Werk "bogevischs buero gewohnt" wurde in der Amberger Designagentur gestaltet und ist im gleichnamigen Verlag erschienen.

Bei der Vernissage am 13.6.2018 um 19:30 Uhr stellten die Buchgestalter selbst die ausgezeichnete "Schönheit" vor.

Öffnungszeiten der Ausstellung im Barocksaal:
Montag bis Donnerstag
10:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 12:30 Uhr

Gruppenanmeldungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

Vortrag im Barocksaal am 8. Juni 2018

 

 

Freitag, 08.06.2018, 19:30 Uhr


Dr. Wolfgang Valentin Ikas (BSB München)
„Die Amberger Franziskaner und Ihre Lesegewohnheiten:
Geschichte der Bibliothek – Bestände – Präsentation“


Das ehemalige Franziskanerkloster dürfte den allermeisten Ambergern zumindest als Gebäude des heutigen Stadttheaters ein Begriff sein. Seine Geschichte indessen, welche stellvertretend für die bewegte Historie der Oberpfalz vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert insgesamt stehen kann, ist eher unbekannt. Gegenstand des Vortrags wird es somit sein, anhand von Beispielen zu zeigen, was in dieser Zeit von den Angehörigen dieses Bettelordens an Hand- und Druckschriften gesammelt als auch gelesen wurde und wie dieser heute zum Gutteil in München befindliche Bestand angemessen erschlossen und digital präsentiert werden kann.
Dr. Ikas ist Leiter des Referats Handschriften und Benutzung der Bayerischen Staatsbibliothek München.
Eintritt frei.
In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach

Lesung von Bernhard Setzwein im Barocksaal

 


Montag, 07.05.2018, 19:30 Uhr


Bernhard Setzwein liest aus seinem aktuellen Roman
Der böhmische Samurai“

Musikalisch begleitet von Gondwana Drift

Setzweins Roman basiert auf der wahren Geschichte der Familie Coudenhove-Kalergi, die ihren Stammsitz in Ronsperg hatte, gleich hinter der bayerisch-böhmischen Grenze. Aus dieser Familie ging unter anderem Richard Coudenhove hervor, Begründer der Paneuropa-Bewegung in den 1920er Jahren.
Seine Mutter Mitsuko kam 1896 mit ihrem Ehemann Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi aus Japan nach Böhmen. Sie ist in Japan so bekannt, wie bei uns die Kaiserin Sissi. Man kann also sagen: Die frühe Idee eines geeinten Europas wurde von einem Halbjapaner tief drin in den böhmischen Wäldern erdacht.

Eintritt: 7 €
In Kooperation mit EBW und KEB Amberg-Sulzbach

Rückblick 2017

Vortrag im Barocksaal am Mittwoch, 11.10.2017 um 19:30 Uhr

 

Prof. Dr. Paul Rössler (Universität Regensburg)
„‘Rau, höckricht, hart und steif‘. Aichinger, Gottsched und die Oberpfalz im Schriftsprachreform-Diskurs um 1750.“

Am 31.03.2017 war der 300. Geburtstag von Carl Friedrich Aichinger. Der bedeutende Sprachwissenschaftler des 18. Jahrhunderts wurde in Vohenstrauß geboren und starb am 13.12.1782 in Sulzbach, wo er als Stadtprediger wirkte. Eine besondere Rolle kam ihm im spätbarocken Sprachenstreit um die Definition einer allgemein gültigen deutschen Schriftnorm zu. Die Kontrahenten waren dabei in den protestantischen Norden, der das ostmitteldeutsche Sächsisch favorisierte und sich um Johann Christoph Gottsched scharte und den katholischen Süden geteilt, der der oberdeutschen Schriftsprache anhing und dem Aichinger angehörte.
Auf einer seiner Bildungsreisen kam der angesehene Literat der deutschen Frühaufklärung aus Meißen auch durch die Oberpfalz. Im „Klag-Lied des Herrn Professor Gottscheds über das rauhe Pfälzer-Land in einer Abschieds-Ode“ überzog er die Oberpfalz mit polemischer Kritik, die Aichinger nicht unbeantwortet ließ.

Eintritt frei. In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.

 

 

Lesung am Donnerstag, 28.09.2017 um 19:30 Uhr im Barocksaal

 

Akos Doma
"Der Weg der Wünsche"

Akos Doma ist 1963 in Budapest geboren und wuchs in Ungarn, Italien und England auf. Mit 14 Jahren kam er nach Deutschland. Nach seinem Abitur in Amberg, studierte er Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in München und Eichstätt. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller übersetzt Akos Doma Werke von László F. Földényi, Péter Nádas oder Sándor Márai aus dem Ungarischen ins Deutsche. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise.
Sein letztes Buch „Der Weg der Wünsche“ (Rowohlt Berlin) hatte es im Herbst 2016 auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis geschafft. Der Roman ist biographisch gefärbt und befasst sich mit der Flucht seiner Familie von Ungarn über Italien in die Oberpfalz.
Akos Doma lebt heute als Schriftsteller und Übersetzer mit seiner Familie in Eichstätt.

In Kooperation mit der KEB Amberg-Sulzbach.
Gefördert im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert-Bosch-Stiftung

 

Ausstellung vom 21. Mai bis 28. Juli 2017

 

Leibspeise - Seelenspeise

Geistige Nahrung aus Oberpfälzer Klosterbibliotheken

Essen ist viel mehr als nur die Aufnahme von Kalorien, Vitaminen und Mineralien. Es vermittelt uns Genuss, schafft Raum für Kreativität, stiftet Gemeinschaft und steht als Zeichen für göttliches Wirken und religiöses Heil.  In seiner lebensbestimmenden Bedeutung wird das Essen oft auch zur Metapher für Geistiges und Seelisches. Erlebnis-, Abenteuer-, Liebes- und Lebenshunger sind heutige Beispiele dafür.

Die Ausstellung „Leibspeise – Seelenspeise“ geht den Speisemotiven in den Beständen aus den ehemaligen Oberpfälzer Klosterbibliotheken nach.
In einer weitgespannten Themenpalette werden Brot und Fisch, Ei, Wildbret und Gewürz in weltlichen Zusammenhängen wie in ihrer geistlichen Symbolik dargestellt.
Mehr ...

 

Die Ausstellung im Barocksaal wurde am 21. Mai 2017 um 11 Uhrfeierlich eröffnet.

Der Kurator Dr. Georg Schrott hielt den Vortrag "Gruß aus der Küche. Appetizer zur Ausstellung".

 

 

Buchvorstellung und Lesung am Mittwoch, 26.07.17 um 19:30 Uhr

 

"Willst du von Krankheit bleiben frey, meid` Sorg, Zorn, Neid, Melancholey": Ernährung, Gesundheit und Tischregeln vor 250 Jahren.

Manfred Knedlik/Alfred Wolfsteiner

Buchvorstellung und Lesung aus
P. Odilo Schregers OSB "Speiß-Meister oder Nutzlicher Unterricht von Essen und Trincken"


Wie schmeckt ein Biber? Kann man sich einen Storch braten? Wie verbessert man die Qualität des Bieres? Warum ist Wasser so gesund? Wo wachsen die besten Weine? Was ist in den einzelnen Monaten zu beachten, um seine Gesundheit zu erhalten? Wie verhalte ich mich bei Tisch?
Auf diese Fragen und viel andere wusste der Ensdorfer Benediktiner P. Odilo Schreger (1697 - 1774) eine Antwort. Er gehörte mit seinem umfangreichen Oeuvre zu den populärsten Autoren des 18. Jahrhunderts. Seine Werke erfreuten sich noch Jahrzehnte nach seinem Tod großer Beliebtheit. Mit seinen Büchern wollte der gebürtige Schwandorfer gleichzeitig belehren wie unterhalten.

Mit seinem "Speiß-Meister" von 1766 stellt Schreger als vollständige Lebensmittelkunde nicht nur alle vor 250 Jahren in der Oberpfalz üblichen Lebensmittel und deren gesundheitliche Bedeutung vor, sondern er gibt auch viele Ratschläge, wie man seine Gesundheit erhalten kann. Dazu präsentiert er seinem Leser in drastisch-barocker Sprache konkrete Tipps, wie man sich etwa bei Tisch "richtig" verhält. Er belegt seine heute oft bis heute gültigen Gesundheitsratschläge mit ebenso unterhaltsamen wie kuriosen Beispielen. Schregers "Speißmeister" bildet damit bis heute für die Volkskunde und Ernährungsgeschichte der Oberpfalz eine nahezu unerschöpfliche Quelle. Der Speißmeister bildet als Vorläufer der bis heute ungebrochenen Welle an Koch- und Gesundheitsbüchern eine ebenso wohltuende wie unterhaltsame Alternative.

Der Germanist Manfred Knedlik stellte den geistlichen Autor und dessen medizinhistorischen Hintergrund vor, während der Schwandorfer Bibliothekar Alfred Wolfsteiner ausgewählte Passagen aus dem "Speißmeister" las.

Eintritt frei.
In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach

 

 

Lesung am Donnerstag, 20.07.2017, 19:30 Uhr

 

Anette Ruttmann
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“


Dies ist ein Satz  von Karl Valentin aus einem Dialog zwischen ihm und Liesl Karlstadt. Valentin war  in München zuhause, der Vater aber war aus Hessen, die Mutter aus Sachsen. Dies ist nur ein Beispiel literarischer Zeugnisse zum Thema Fremde. 1997 erschien ein Essay von Anette Ruttmann, in der sie die vielfältigen Aspekte des Fremdseins aufzeigt. Es ist eine Reise durch die Literatur, zu Ossip Mandelstam und Ingeborg Bachmann, zu Albert Camus und Wolfgang Koeppen und zu vielen anderen. Nach zwanzig Jahren ist dieser Text aktueller denn je. Die Autorin möchte in ihrer Lesung zeigen, welche Dimensionen das Fremdsein des Menschen annehmen kann und welche Möglichkeiten es gibt, diese Fremdheit zu überwinden und damit auch die Angst, die damit einhergeht.
Musikalisch begleitet von der jungen Sängerin Dima Maher Shimal aus Bagdad.
 

 

Vortrag am Donnerstag, 22.6.17, 19:30 Uhr

 

Dr. Marianne Rolshoven
Klimageschichte aus Klosterbüchern


Die Akademische Direktorin an der Katholischen Universität Eichstätt wertet Wetter- und Klimabeschreibungen aus, die in alten Klosteraufzeichnungen überliefert wurden. Dabei ist sie besonders am Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur, vor allem im Umkreis der alten Klöster interessiert. So lassen sich Veränderungen des Klimas in vergangenen Jahrhunderten zurückverfolgen.
Sie geht auch auf eine Rarität besonderer Art aus dem Kloster Ensdorf ein. In der Provinzialbibliothek Amberg, deren Altbestand im Kern die Bücher aus den Oberpfälzer Klosterbibliotheken bilden, haben sich drei Sammelbände von Kalendern aus den Jahren 1740 bis 1800 erhalten, die tägliche Wetteraufzeichnungen aus der Hand eines Benediktinerpaters aufweisen. Akribisch beobachtet und dokumentiert er das Wetter in Ensdorf („nachts Mondlicht, weichwindig mit Sonnenblikken, …“) bis er 1799 im Wort abbricht.
Mit diesen Aufzeichnungen und solchen anderer Klöster befasst sich die Wissenschaftlerin in ihrem Vortrag. Dabei geht es ihr nicht nur um forschende Aufarbeitung, sondern auch um Anwendung. Von den alten Klöstern kann man den Wert von Stabilität und Elastizität lernen und für das eigene Leben umsetzen.

Der Eintritt ist frei.
In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach.

 

 

Vortrag am Donnerstag, 1.6.17, 19:30 Uhr

 

Manfred Knedlik
Protestantische Passionsspiele


Die Zahl der Polemiken gegen das geistliche Spiel des Mittelalters nahm im konfessionellen Zeitalter deutlich zu. Dennoch brach diese Spieltradition, insbesondere im süddeutschen Raum, mit Luthers Auftreten nicht gänzlich ab. Im Gegenteil beschäftigten sich auch protestantische Dramenautoren mit den zentralen Ereignissen des Heilsgeschehens und brachten das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi auf die Bühne. Zwei besonders markante Beispieltexte will der Vortrag von Manfred Knedlik in den Vordergrund rücken: das 1560 gedruckte Passionsdrama („Der gantz Passion“), das der berühmte Meister des Knittelverses aus Nürnberg, der dichtende Schuhmacher Hans Sachs, dem Rat der Stadt Amberg widmete, sowie das 1565 erstmals aufgeführte Passions- und Osterspiel („Ein schöne Tragedj von dem Leyden vnd sterben, auch die aufferstehung vnsers Herren Jesu Christi“) des Augsburger Meistersingers Sebastian Wild, das ein Jahrhundert später eine Grundlage des ältesten Oberammergauer Spieltextes bildete.

In Kooperation mit KEB Amberg-Sulzbach

Rückblick 2016

Karl IV. - Kabinettstücke aus der Provinzialbibliothek Amberg - Ausstellung vom 19.09. bis 28.10.2016

 

Anlässlich des 700. Geburtstags von Kaiser Karl IV. (1316 - 1378) präsentiert die Provinzialbibliothek Kabinettstücke aus ihrem Altbestand. Der bedeutende Herrscher des ausgehenden Mittelalters prägte die böhmische und deutsche Geschichte für mehr als drei Jahrzehnte. Die historischen und kulturellen Entwicklungslinien während dieser Zeit manifestieren sich auf vielfältige Weise in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
Mehr ...


Bei der Vernissage am 16.09.16 um 19:30 Uhr im Barocksaal
referierte die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christine Paschen
zum Thema "Karl IV. und die Ära der Luxemburger in Böhmen".

Anlässlich der Finissage am Freitag, 28.10.16 um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin Dr. Christine Paschen.
Eintritt frei.

 

 

Gedruckt? Digital? Egal! – Die Bibliothek in der Digitalen Welt

 

Vortrag von Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek
am Dienstag, 27.09.2016 um 19:30 Uhr

Bibliotheken sind längst in der digitalen Welt angekommen. Der immer noch heiß diskutierte, scheinbare Gegensatz zwischen der vermeintlich guten, alten Welt des gedruckten Buches, in der es noch Leser und gediegene Bildung gab, und der oft als bedrohlich empfundenen Welt allgegenwärtiger Digitalität, in der wir reiz- und datenüberflutet und damit oft verwirrt herumirren, existiert für Bibliotheken längst nicht mehr.

Für sie geht es heute und künftig darum, Wissensinhalte gleich welchen Formats in den spannenden und fordernden Nutzungsszenarien des Internets „arbeiten“ zu lassen. „Content in Context“ ist dabei ihr neues Mantra. Dieser Kontext sind mobile Apps, 3D-Scanning, Bildähnlichkeitssuche, das Kulturportal „bavarikon“, Augmented Reality, gestenbasiertes Computing, digitale Kunsttechnologien, innovative eBooks und manches mehr.

Dabei stehen Wissen, Lernen und Forschung genauso im Mittelpunkt wie Kultur und Bildung für alle. Der Vortrag lädt Sie ein zu einer Reise durch neue Bibliothekswelten. Er zeigt aber auch, dass Bibliotheken eines immer bleiben werden: Orte des Gesprächs in einem Raum lebendiger Kultur – und wenn dieses Gespräch uns im Digitalen weltweit miteinander verbindet, umso besser!
Mehr ...

 

 

Buchpräsentation mit Festvortrag am 13. Mai 2016

 

Im Sommer letzten Jahres fand das Symposium "ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern" in der Provinzialbibliothek Amberg statt.

Am Freitag, 13. Mai 2016 wurde der gleichnamige Tagungsband im barocken Bibliothekssaal mit den Herausgebern Georg Schrott, Christian Malzer und Manfred Knedlik vorgestellt. Der Sammelband ist in der Bibliothek erhältlich.

Den Festvortrag „Was Mönche heute lesen…“ hielt der Abt des Klosters Plankstetten
Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB.

Rückblick 2015

Ausstellung "Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel"

 

Vom 17. September bis 30. Oktober 2015 zeigt die Provinzialbibliothek Amberg die Ausstellung „Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Stadtarztes Hartmann Schedel (1440-1514)“.

Es handelt sich um eine erlesene Auswahl aus der Schatzkammer-Ausstellung, die anlässlich des 500. Todestages von Hartmann Schedel im letzten Jahr in der Bayerischen Staatsbibliothek stattfand und nun zu seinem 575. Geburtstag nach Amberg zieht. Die in München verwahrte Privatbibliothek Schedels zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit und umfasst Werke aus allen Disziplinen des Spätmittelalters: Rhetorik, Astronomie, Philosophie, Literatur Geschichtsschreibung, Medizin, Jura, Theologie, Geographie und Kosmographie. Der Arzt, Astronom und Humanist Hartmann Schedel ist heute vor allem durch seine Mitwirkung an der Weltchronik bekannt, die nach ihm benannt ist.
 
In seiner Bibliothek tritt Hartmann Schedel auch als Person in Erscheinung. Sowohl seine verwandtschaftlichen Verbindungen als auch sein Besitz werden dokumentiert. Von 1477 bis 1481 war er Stadtarzt in Amberg, bevor er schließlich in gleicher Funktion in seine Heimatstadt Nürnberg zurückkehrte.
Mehr ...

 

 

Hartmann Schedel als Stadtarzt in Amberg

 

Berühmt wurde der Arzt, Astronom, Geograph und Humanist Dr. Hartmann Schedel durch die von ihm verfasste Weltchronik. Dass der am 13. Februar 1440 in Nürnberg geborene Schedel aber auch Kontakte zu Amberg hatte, ist weniger bekannt. Dabei wirkte er hier vom 15. Oktober 1477 an vier Jahre lang als Stadtarzt.
Begleitend zur aktuellen Ausstellung berichtete über Hartmann Schedels Amberger Zeit

Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger
am Mittwoch, 30.09.2015 um 19:30 Uhr
im Barocksaal der Provinzialbibliothek.

 

 

Konzert zum 500. Geburtstag von Caspar Othmayr am 12. September 2015

 

Vor 500 Jahren wurde in Amberg der Theologe und Komponist Caspar Othmayrgeboren. Anlässlich dieses runden Geburtstages gab am Samstag, 12. September um 20.00 Uhr das Ensemble Lala Höhö (Stuttgart) im barocken Bibliothekssaal ein Konzert mit Werken des Komponisten.

Caspar Othmayr gehört zu den herausragenden deutschen Komponisten des 16. Jahrhunderts. LALA HÖHÖ feierte seinen 500. Geburtstag mit einem Konzert, welches neben geistlichen Werken wie Bicinia Sacra (zweistimmig) Tricinia Sacra (dreistimmig) und Motetten auch eine Auswahl seiner mehrstimmigen Lieder umfasst, die in großer Zahl in Georg Forsters Liedersammlung „Frische Teutsche Liedlein“ (1539-1556) zu finden sind.

Unter dem Namen LALA HÖHÖ, einem Werk des Meisterkomponisten der Renaissance Heinrich Isaac, versammelt Giomar Sthel in Stuttgart Musiker aus aller Welt, spezialisiert auf dem Gebiet der Alten Musik. Auf Tausenden handschriftlicher wie gedruckter Blätter sind Messen, Motetten, Chansons und Lieder, Instrumentalvariationen und Tanzmusik als ein enormes musikalisches Erbe dieser Zeit erhalten geblieben. Die Aufführungen von LALA HÖHÖ vermitteln dem Publikum die reiche und kraftvolle Klangwelt der Renaissance in einer lebendigen Form.  Weitere Informationen

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Amberg

 

 

Symposion "ARMARIUM" am 3./4. Juli 2015


Die Tagung „ARMARIUM. Buchkultur in Oberpfälzer Klöstern“ in der Provinzialbibliothek Amberg beschäftigte sich mit verschiedensten Facetten der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Buchkultur in den Klöstern der ehemaligen Oberen Pfalz wie des heutigen Regierungsbezirks Oberpfalz.

Es wurden mehr als zehn Beiträge beispielsweise zu klösterlichen Handschriften, zu mittelalterlicher Erzähl- und Fachprosa, zu den wenig bekannten Bibliotheken der frühneuzeitlichen Bettelordensklöster und zur klösterlichen Buchkultur in der Zeit der Aufklärung abgehalten.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ernst Tremp aus Sankt Gallen zum Thema „Mönche und Bücher“.

Es ist geplant, die Beiträge in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Sponsoren:
Kultur- und Sportstiftung der Stadtwerke Amberg
Förderstiftung der Sparkasse Amberg-Sulzbach
Diözese Regensburg

Weitere Infos im Ordensgeschichte-Blog
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9692
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9721
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/9717

Tagungsprogramm im pdf-Format

Freitag, 3. Juli 2015

10.00h-10.30h Eröffnung der Tagung
 
10.30-11.15h Dr. Werner Telesko (Wien) – „Summa Norbertina“ – Die Ausmalung der Bibliothek des Prämonstratenserklosters Speinshart (Opf.) aus dem Jahr 1773

11.15-12.00h Johanna Sternecker (Regensburg) – Das sogenannte"Amberger Malerbüchlein" aus sprachwissenschaftlicher Sicht - Edition, zeitliche Verortung und Sprach-kennzeichen

12.00-14.00h  Mittagspause

14.00-14.45h  Dr. Georg Schrott (Sprockhövel) – „Retulit Rudgerus prior“. Die Waldsassener Mirakelsammlung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

14.45-15.30h  Christian Malzer M.A. (Regensburg) – Medizinische Texte in Zisterzienser-klöstern. Ein Vergleich der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Buchbestände der Waldsassener Filiation

15.30-15.45h Kaffeepause

15.45-16.30h Manfred Knedlik M.A. (Neumarkt) – „gar keinen Werth“? Frühneuzeitliche Franziskanerbibliotheken zwischen Klischee und Wirklichkeit

16.30-17.15h Dr. Rosa Micus (Regensburg) –  Die Privatbibliothek des Regensburger Domkanonikers Johannes Scharb (+ 1620) in der Bibliothek der Kartause Prüll (1484 – 1803)


Festvortrag:
19.30h  Prof. Dr. Ernst Tremp (St. Gallen) – Mönche und Bücher


Samstag, 4. Juli 2015

9.00-9.45h  Bernhard Fuchs M.A. (Weiden) – Papiermühlen in der Oberpfalz

9.45-10.30h Prof. Dr. Alois Schmid (München) – Eine Winkeldruckerei im Gebäude des aufgelassenen Dominikanerinnenklosters Pettendorf (Landkreis Regensburg)

10.30-11.00h Kaffeepause

11.00-11.45h Dr. Christine Paschen (Amberg) – Fossilia mirabilia - geologisches Wissen in Oberpfälzer Klöstern zur Zeit der Aufklärung

11.45-12.30h Maria Rottler M.A. (Regensburg) – Werke von Schulreformern in Klosterbibliotheken in der Zeit der Aufklärung

12.30-14.00h Mittagspause

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Um uns die Planungen zu erleichtern, sind wir für eine Anmeldung unter info@provinzialbibliothek-amberg.de oder Tel. 09621/6028-0 dankbar.

14.15h  Exkursion nach Speinshart (Anmeldung erforderlich, s.u.)  
Die knapp einstündige Fahrt führt in das in den letzten Jahren neu renovierte Kloster Speinshart. Pater Benedikt Schuster stellt die Klosterkirche vor, die zu den bedeutendsten Barockbauten im süddeutschen Raum zählt. Sie entstand nach Plänen der Baumeisterfamilie Dientzenhofer. Weiter erhalten wir eine seltene Führung in der Klosterbibliothek, die sonst nicht öffentlich zugänglich ist. Nach der Einkehr im Kloster-Gasthof ist die Rückkunft gegen 19:30 Uhr in Amberg geplant.
Exkursion in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und KEB Amberg-Sulzbach 

 

 

Ausstellungseröffnung "Nun, Schreiber, schärfe deine Feder" am 11. Juni 2015 um 19:30 Uhr

 

Eröffnung der Ausstellung "Mittelalterliche Schriftkultur. Schriftlichkeit und Buchproduktion in den Oberpfälzer Zisterzienserklöstern bis zur ersten Säkularisation im 16. Jahrhundert" 

Die Ausstellung zur mittelalterlichen Schriftkultur in Oberpfälzer Zisterzienserklöstern wurde von Studenten der Universität Regensburg in einer Übung unter der Leitung von Christian Malzer, M.A. und Magister Jiři Petrášek erarbeitet. Bei der Eröffnung am Donnerstag stellten die Studenten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor. Weiter sprachen der Kurator der Ausstellung Christian Malzer und der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz Dr. Tobias Appl.

Zur Ausstellung ist ein von Christian Malzer erstellter Begleitband erschienen.

 

 

Dialekt-Event am 21. Mai um 19.30 Uhr im Barocksaal

 

"Wäi's is, wäi's wor – a weng durchs Jor"
Dieter Radl las eigene Texte in Oberpfälzer Mundart
Musikalische Umrahmung durch Bernhard Luber von der Erlbochmuse
auf der "Ziach"

Der Dialekt gehört zur Kulturgeschichte einer Region und trägt stark zur individuellen und gemeinschaftlichen Identitätsbildung bei. Ein begnadeter Mundart-Interpret ist der pensionierte Lehrer Dieter Radl. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Oberpfälzer Dialekt zu pflegen, zu erhalten und auch öffentlich zu präsentieren. Er erzählte lustige, originelle Begebenheiten aus seinen Kinder- und Jugendjahren, er vermittelte dichte Bilder in seinen Schilderungen über Natur, Heimat, Brauchtum, die durch den Dialekt besonders klang- und stimmungsvoll ausgestaltet werden.
In Zusammenarbeit mit der KEB Amberg-Sulzbach

 

 

„BÜCHERFREUDE – LESEGLÜCK – DIGITAL(VER)LUST"

 

Die stetig zunehmende Digitalisierung unseres täglichen Lebens stellt auch Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Wie nehmen die Benutzer der Provinzialbibliothek Amberg diese im digitalen Informationszeitalter sich grundlegend ändernden Verhältnisse bezüglich Wissen und Information wahr? Wie sehen sie die Bedeutung des Kulturguts Buch? Welche zukünftige Rolle und welchen Wert werden Bibliotheken haben? Die Provinzialbibliothek Amberg hat Antworten auf diese und weitere Fragen gesucht und ihre Nutzer - Schüler, Studenten, Pädagogen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Künstler, Schriftsteller und interessierte Bürger - befragt. 

Am Mittwoch, 22. April, dem Vorabend des Welttag des Bucheswurde die Publikation
Siglinde Kurz (Hg.); Anette Ruttmann (Interviews); Moritz Hüttner (Fotografie)
„Bücherfreude – Leseglück – Digital(ver)lust. Die Provinzialbibliothek Amberg und ihre Nutzer“
im Barocksaal am Malteserplatz vorgestellt.

Mit dem Vortrag von
Dr. Bernhard Lübbers
Das digitale Zeitalter und das gedruckte Buch

Der Leiter derStaatlichen Bibliothek Regensburg und Dozent an der Bayerischen Bibliotheksakademie München ging in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklungen ebenso wie auf die Zukunft des Mediums ein.

Rückblick 2014

In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt? Zwölf ausgewählte Lebensbilder - Ausstellung vom 23.9. - 31.10.2014

 

In Böhmen und Mähren haben über Jahrhunderte hinweg Tschechen, Deutsche und Juden (deutscher und tschechischer Nationalität) zusammengelebt. Die Ausstellung stellt Persönlichkeiten vor, die dem deutschböhmischen Sprach- und Kulturkreis entstammen und geht auf ihre Beziehung zu ihrer Heimat ein. Die meisten Namen (z.B. Otfried Preußler, Ferdinand Porsche, Sigmund Freud, Marie von Ebner-Eschenbach) sind dabei sehr bekannt, vielfach jedoch nicht die Tatsache, dass der Geburtsort dieser Menschen auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik liegt. Die Zusammenstellung von biografischen Texten und Fotografien möchte dazu beitragen, auf Gemeinsamkeiten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Kulturgeschichte Deutschlands, Österreichs und Tschechiens hinzuweisen.

Ausstellungseröffnung 23.9.2014 um 19:30 Uhr
Vortrag Dr. Wolfgang Schwarz
Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein

 

 

Grenzgänge - Grenzgänger. Bibliophile Streifzüge durch die deutsch-tschechische Buchlandschaft. Ausstellung vom 4.7. bis 17.10.2014

 

Die deutsche und tschechische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihren tragischen Konflikten lässt oft die mannigfaltigen historischen und kulturellen Berührungspunkte in einer mehr als tausendjährigen Beziehung beider Länder vergessen. Hierbei war die Oberpfalz – seit jeher Grenz- und Brückenregion zwischen Bayern und Böhmen, zwischen Deutschen und Tschechen – eine Nahtstelle zwischen Westen und Osten: Gegenseitiger Austausch und Abgrenzung, Konflikt und Kooperation werden in den geschichtlich-politischen Entwicklungen deutlich. Sie manifestieren sich auf vielfältige Weise auch in den Biographien bekannter Persönlichkeiten, in ihren Werken in deutscher und tschechischer Sprache, in bildlichen Darstellungen ebenso wie im gedruckten Wort.
Die Ausstellung „Grenzgänge – Grenzgänger“, die das Spektrum dieser Beziehungen facettenreich beleuchtet, schöpft aus den reichen historischen Beständen im Besitz der Staatlichen Provinzialbibliothek in Amberg. Mehr ...


Ausstellungseröffnung / zahájení výstavy
Freitag, 4. Juli 2014 um 19.30 Uhr /
pátek 4. července 2014 v 19,30 hodin
Vortrag Dr. Christine Paschen
(Kuratorin der Ausstellung)
přednáška Dr. Christine Paschen
(kurátorka výstavy)

Finissage
Freitag, 17. Oktober 2014 um 19.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christine Paschen

Öffnungszeiten der Ausstellung
Výstava otevřena
Montag bis Donnerstag 10.00 - 12.30 Uhr und / a
pondělí až čtvrtek 13.30 - 16.00 Uhr
Freitag / pátek 10.00 - 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen / neděle a svátky zavřeno
1. 8. bis 5. 9 geschlossen / zavřeno
Gruppenanmeldung und Führungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Ohlášené skupiny a komentované prohlídky možné po domluvě i mimo otvírací hodiny.
Der Eintritt ist frei. / Vstup volný

 

 

Bühnenspiel "Ach Hus" am 26. Juli 2014

 

Ach, Hus 
Bilder aus fünf Jahrhunderten
Bühnenspiel von Franz Grundler

26.7. um 20.30 Uhr
im ehemaligen Refektorium des Studienseminars im Maltesergebäude

Warum berührte die Verbrennung des böhmischen Reformators Jan Hus die Geister immer wieder?
Ein Sturzflug durch die Zeiten mit Uwe Castor & bovaria e.V. sucht nach Erinnerungen.

Eintritt VVK 12 € / erm. 10 € / AK 14 €
Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB und EBW Amberg-Sulzbach, Buchhandlung Rupprecht

 

 

Bohumil-Hrabal-Abend im Barocksaal am 11.7.2014 um 20 Uhr

 

Bohumil Hrabal, Das Leben ist zum Verrücktwerden ... zum Verrücktwerden schön

Szenische Lesung mit Arthur Schnabl und Katka Karl zum 100. Geburtstag des bedeutenden tschechischen Autors Bohumil Hrabal

Eine literarische Geburtstags-Revue, in der Lachen, Weinen und Trinken nicht zu kurz kommen sollen.

Eintritt VVK 10 € / Abendkasse 12 € Vorverkauf in der Provinzialbibliothek Amberg, KEB Amberg-Sulzbach und Buchhandlung Rupprecht

 

 

Baracke – eine französische Gefangenenzeitschrift des Ersten Weltkriegs aus Amberg - Vortrag von Prof. von Treskow am 25. Juni 2014 um 19:30 Uhr

 

Während des Ersten Weltkriegs gerieten um die 8 Millionen Soldaten in die Gefangenschaft ihrer Gegner. Am  25. Juni 2014 um 19:30 Uhr befasst sich die Regensburger Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Isabella v. Treskow in ihrem Vortrag im barocken Bibliothekssaal am Malteserplatz mit der Gefangenenzeitschrift “Baracke”. Sie enstand 1916 im Lager Kümmersbruck und hat sich in der Provinzialbibliothek Amberg erhalten. Heute bietet sie erstaunliche Einblicke in den Alltag der Kriegsgefangenen.

Französische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs waren zum größten Teil Zivilisten, die ab 1914 in militärische Handlungen gezogen wurden und sich ab dem Moment der Gefangennahme Freiheitsentzug, Arbeitszwang, schlechten Lebensbedingungen und Monotonie in den Gefangenenlagern ausgesetzt sahen. Die räumliche Entwurzelung und die Propaganda deutscher Siege trugen zu Gefühlen der Verlassenheit und Niedergeschlagenheit bei. In dieser Situation hatten die Kriegsgefangenenzeitschriften eine wichtige intellektuelle und moralische Funktion, so auch die Zeitschrift Baracke.

Der Vortrag von Prof. Treskow zeigt, wie in Baracke versucht wird, durch publizistisches Engagement dem Zustand der Entmündigung eine eigene Mündigkeit entgegenzusetzen. Den gefangenen Männern gelingt es, unter den Bedingungen der Zensur geistige Selbstbestimmung zurückzugewinnen und mit Humor und Kritik dem Freiheitsgedanken Raum zu geben – wobei sich „Freiheit“ immer wieder geschickt auf liberté als Eigenheit und Leitmotiv der französischen Nation beziehen konnte.

Die Provinzialbibliothek Amberg lädt gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach und der VHS Amberg Sulzbach alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

 

 

Selige und Heilige(s) in Amberg - Ausstellung im Barocksaal vom 8. Mai bis 26. Juni 2014

 

Seit ihren frühesten Zeiten verehrten Christen die sterblichen Überreste ihrer Märtyrer. Sie befanden diese für „wertvoller als edle Steine und kostbarer als Gold“. Reliquien sind das Medium des Heiligen, den der Mensch um  Fürbitte, Schutz und Hilfe anfleht. Das Verständnis für Heiligen- und Reliquienverehrung ist uns heute abhanden gekommen. Manche Zeitgenossen vertreten ähnlich, dass die Zeit der gedruckten Bücher vorbei sei, sie seien Relikte längst vergangener Tage. Beides führt die Ausstellung in der Provinzialbibliothek zusammen: Bücher aus den reichen Beständen säkularisierter Klöster der nördlichen Oberpfalz und der früheren Jesuitenbibliothek und „Selige und Heilige(s) in der Stadt Amberg“.
Um die Heiligen und ihre Reliquien in Amberg ranken wunderbare Geschichten. Es lassen sich Geschichten von Menschen erzählen, von Intrigen und Machenschaften, von Sehnsüchten und ihrem Scheitern.

Ausstellungseröffnung
mit dem Festvortrag von
Johann Ott (Ausstellungskurator)
Selige und Heilige(s) in Amberg
7. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Begleitvortrag
Johann Ott
„Heiligkeit neu denken - eine Anfrage an die Heiligenverehrung der christlichen Kirchen"

22. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Zur Ausstellung ist das gleichnamige Katalogbuch von Johann Ott erschienen.

Rückblick 2013

"Paradeyß. Herkunftsahnungen - Zukunftshoffnungen" - Ausstellung vom 29. April bis 19. Juli 2013

 

Unsere Heimat ist das Paradies. Dort gehören wir eigentlich hin. So zumindest empfinden wir Menschen es. Und gestalten unser ganzes Leben als Suche nach ungetrübtem Glück und Frieden, als Streben nach Gelingen und Heil.

In der neuen Ausstellung der Provinzialbibliothek Amberg „Paradeyß – Herkunftsahnungen und Zukunftshoffnungen“ wird den verschiedenen Paradies-Motiven in den Büchern aus Oberpfälzer Klosterbibliotheken nachgegangen. Auch dem Versuch des Menschen, in seiner Umgebung immer wieder paradiesische Zustände zu schaffen oder zumindest paradiesische Phänomene (Paradiesfrüchte, Paradiesvögel …) zu vergegenwärtigen, wird nachgespürt. Ein weiterer Teil der Ausstellung wendet sich dem zukünftigen, himmlischen Paradies zu.
Mehr ...

Mehr zur Ausstellung im interdisziplinären Gemeinschaftsblog zur Geschichte von Klöstern und Orden
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/3159
Das Kloster als Paradies
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/3295
Das Paradies beim Universalgelehrten und Jesuiten Athanasius Kircher
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/3725

Öffnungszeiten der Ausstellung
29. April bis 28. Juni 2013
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung 
26. April 2013 um 19.30 Uhr
Vortrag des Ausstelllungskurators
Dr. Georg Schrott

Begleitende Vorträge
13. Mai 2013 um 19.30 Uhr
Das Paradies im Judentum
Rabbiner Dr. Daniel S. Katz
Der Referent Dr. Daniel Katz ist Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz des Zentralrats der Juden in Deutschland und amtiert als Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Weiden in der Oberpfalz.

26. Juni 2013 um 19.30 Uhr
Das Paradies liegt im Garten – Biblische Gedanken zu Ursprung und Ziel des Menschen
Professor Dr. Christoph Dohmen
Der Inhaber des Lehrstuhls für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg führte in die Gedanken- und Bilderwelt der so genannten Paradiesgeschichte ein.
In Kooperation mit KEB Amberg-Sulzbach


Katalogbuch zur Ausstellung
Schrott, Georg: Paradeyß. Herkunftsahnungen – Zukunftshoffnungen. Motivgeschichtliche Beobachtungen in Bücher aus den Oberpfälzer Klosterbibliotheken. Hrsg. von der Provinzialbibliothek Amberg. Sankt Ottilien, 2013.
Preis: 14,95 €

 

 

Musik-Kabarett im Malteser-Innenhof - Leb'n is a Glückssach

 

Am Donnerstag, den 13.06.2013 um 20 Uhr war das aktuelle Stück „Leb´n is a Glücksach“ der Musikpoeten Hubert Treml (Gesang, Gitarre) und Franz Schuier (Klavier) im Malteser-Innenhof zu hören. In ihren heiter-spitzfindigen Mundart-Songs besangen die beiden Regensburger das Leben und die Liebe, die Sehnsucht und das Glück. Treml und Schuier führen das Publikum in einer musikalischen Reise durch Bayern, immer entlang der B15, von Hof nach Rosenheim. Dabei erzählen sie die neue (!) Gschicht vom Brandner Kaspar.
So entstand ein musikalisches Roadmovie mit genialer Musik (Pop, Balladen, Gstanzl, Jazz bis hin zu Rock ’n’ Roll) und einzigartigen Texten. Die Provinzialbibliothek Amberg lud gemeinsam mit der KEB Amberg-Sulzbach zu diesem kabarettistisch gewürzten Kleinkunstabend mit Tiefgang und großem Glücks-Potential.

 

 

Lesung "Die dunkle Mühle" mit Gerd Scherm und Friederike Gollwitzer

 

Die Saga der Familie Gollwitzer - von der Armut in der Oberpfalz bis zur Nazi-Zeit
Am Donnerstag, 11. Juli 2013 um 19:30 Uhr stellte Gerd Scherm zusammen mit seiner Frau Friederike Gollwitzer seinen dokumentarischen Episoden-Roman aus 100 Jahren deutscher Geschichte vor.
Friederike Gollwitzer findet in einem alten Karton die Lebensaufzeichnungen ihres 1868 geborenen Großvaters, geschrieben auf gebrauchten Briefumschlägen und altem Packpapier. Die Spur der Ahnen führt sie in ein dunkles Tal in der Oberpfalz, auf die kargen Höhen des Böhmerwaldes und an die Ufer des Eriesees nach Ohio. Sie entdeckt Familien-Tabus wie einen verdrängten Nobelpreisträger (den in Thansüß/Freihung geborenen Physiker Johannes Stark) ebenso wie den aufrechten Gang im Dritten Reich. Was als private Ahnenforschung begann, entwickelt sich in einzelnen Episoden zu einem lebendigen Bild von hundert Jahren Geschichte.
In Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und der Kath. Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach

 

 

Jean-Paul zum 250. Geburtstag - Ausstellung im Barocksaal vom 18.9. bis 15.11.2013

 

Jean-Paul zum 250. Geburtstag
Autographen - Bibliophile Drucke - Illustrationen


Zu Lebzeiten des wortzaubernden Romanciers, Erzählkünstlers, Essayisten, Satirikers Jean Paul waren seine Schriften Bestseller. Er gehörte zu den ersten Schriftstellern in Deutschland, die vom Schreiben leben konnten. Seine literarischen Nachwirkungen sind unübersehbar und bleiben bedeutsam. Inspiriert hat er beständig auch bildende Künstler von Format, die sein Werk in kongenialen Illustrationen gespiegelt und gedeutet haben.
Im Jubiläumsjahr 2013 ist Jean Paul ein Fall für die Auferstehung. Präsentiert wurde das Werk Jean Pauls (1763-1825) in Erstausgaben, bibliophilen Drucken und herausragenden Illustrationen. Hinzu kamen von Jean Paul eigenhändig geschriebene Stammbuchwidmungen sowie virtuell der Briefwechsel mit seinem Seelenfreund, dem jüdischen Handelsherrn und Bankier Emanuel Osmund.

In Kooperation mit der Staatsbibliothek Bamberg.

Öffnungszeiten der Ausstellung 19.9. bis 15.11.2013
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung
mit dem Festvortrag von
Professor Dr. Iris Hermann, Universität Bamberg
Jean Pauls Räume - Jean Pauls Träume
18. September 2013 um 19:30 Uhr
Der Festvortrag wollte entführen in Jean Pauls Welt der kleinen und großen Dinge und so auch dazu beitragen, einen als schwierig geltenden Dichter neu zu entdecken. Jean Pauls Figuren sind unterwegs, die Räume, die der Dichter uns vor Augen malt, spiegeln ihre Befindlichkeit wider. Oft sind es Idyllen, bei näherem Hinsehen ist auch deren Schadhaftigkeit zu entdecken, aber auch dort ist an Glück zu denken. Gerne steigert sich der Raum zum Traum-Raum, denn hier kann alles gesagt und gedacht werden, wozu im normalen Wachleben der Mut fehlt.
 
Nora Gomringer
„Die größeren Schmerzen“ – Jean Paul in kleinen Dosen

3. Oktober 2013 um 11 Uhr
2013 ist der Name in aller Munde und doch...selten geläufig: Johann Paul Friedrich Richter aka Jean Paul. Nora Gomringer spekulierte in ihrem humorigen Programm anhand eigener Texte und derer Jean Pauls entlang am Möglichen und literarisch Dringlichen: den Fragen, die Jean Paul bewegt haben mögen und uns heute noch interessieren, wenn wir Literatur des 19. Jahrhunderts für uns erschließen. Und wer’s gesehen hat, wird angeben können mit: Jean Paul in kleinen Dosen!

 

 

100 % Brecht - Lesung für Oberstufenschüler/-innen im Barocksaal

 

In der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ lud die Provinzialbibliothek Amberg am 22. Oktober 2013 gemeinsam mit der Buchhandlung Dorner wieder einmal zur Literaturlesung mit der Schauspielerin Sophia Ritz ein. In der besonderen Atmosphäre des Barocksaals brachte sie den Oberstufenschülerinnen und –schülern des Max-Reger-Gymnasiums Amberg den „großen Dramatiker des 20. Jahrhunderts“ Bertolt Brecht mit ihrer Lesung näher.

 

 

Buchvorstellung von Dr. Christian Reinhardt "Fürstliche Autorität versus städtische Autonomie"

 

Dr. Christian Reinhardt stellte am 24.10.2013 seine 2013 erschienene Dissertation "Fürstliche Autorität versus städtische Autonomie. Die Pfalzgrafen bei Rhein und ihre Städte 1449 bis 1618: Amberg, Mosbach, Nabburg und Neustadt an der Haardt" im Barocksaal vor.
Im Rahmen der vergleichenden Stadtgeschichte widmet sich diese Studie dem Herrschaftsverhältnis zwischen den Pfalzgrafen bei Rhein und ihren Städten Amberg und Nabburg in der Oberpfalz sowie Neustadt und Mosbach in der Unterpfalz vom 15. bis 17. Jahrhundert. Mit ständigem Blick auf die Entwicklung in anderen pfälzischen Städten wird der Wandel von einer städte- zu einer territorialbezogenen Politik untersucht. Die immer intensiver alle Bereiche des Lebens durchdringenden Maßnahmen der Pfalzgrafen schränkten die städtische Autonomie zunehmend ein und wurden notfalls auch gegen den Widerstand der Städte mit fürstlicher Autorität durchgesetzt.
Dr. Christian Reinhardt ist Archivrat am Hessischen Staatsarchiv Marburg.
In Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins und der KEB Amberg-Sulzbach.

Rückblick 2012

Aktionstag zum Online-Archiv "Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten"

 

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum einhundertsten Mal. Die europäische digitale Bibliothek „Europeana“ hat sich zum Ziel gesetzt, die privaten Erinnerungen an diese europäische Tragödie zu sichern und öffentlich zu machen.

Beim Aktionstag in der Provinzialbibliothek am 26. Januar 2012 von 10 bis 18 Uhr war die Bevölkerung aufgerufen, ihre Erinnerungsstücke in die Bibliothek zu bringen. Umfangreiche Sammlungen wie Briefe, Fotografien, Tagebücher, Ausrüstungsgegenstände oder sonstige Objekte aus dem Ersten Weltkrieg wurden präsentiert. Oft konnten die Besitzer sie noch mit Geschichten und Anekdoten verbinden.

Die Schriftstücke und Objekte wurden von Fachleuten begutachtet, professionell digitalisiert und mit den dazu gehörigen Angaben im Online-Archiv www.europeana1914-1918.eu gespeichert. Die Originale blieben in Familienbesitz.

Der Aktionstag wurde von der Provinzialbibliothek Amberg in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Amberg, Staatsarchiv Amberg, der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg und der Bayerischen Staatsbibliothek München durchgeführt.

 

 

Ausstellung "Die schönsten deutschen Bücher 2010"

 

Der »Preis der Stiftung Buchkunst« wird seit 1984 verliehen. Gestiftet wurde er vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Preiswürdig sind Bücher, die ein außerordentlich hohes Engagement des Verlages und aller an der Herstellung Beteiligten zeigen. »Die schönsten deutschen Bücher« sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und technischer Verarbeitung.

Entdecken Sie in unserem schönen Barocksaal die von der Stiftung Buchkunst prämierten Bücher. Eine Auswahl erlesener Exemplare aus mehr als fünfhundert Jahren aus den historischen Beständen der Provinzialbibliothek ergänzt die ästhetisch anspruchsvollen, modernen Bücher.

Die Ausstellung wurde am 9. Mai 2012 um 19:30 Uhr mit dem Vortrag von Nikolaus Weichselbaumer eröffnet. Der Wissenschaftliche Mitarbeiter der Buchwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg ging anhand einiger Beispiele auf die Geschichte des Wettbewerbs "Die schönsten deutschen Bücher" ein und legte dar, welche Kriterien hinsichtlich Buchgestaltung und Buchproduktion bei der Prämierung zu erfüllen sind.

Öffnungszeiten der Ausstellung
10. Mai bis 22. Juni 2012
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen.
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Eintritt frei.

 
Ausstellungseröffnung
9. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Die Kunst des Angemessenen - Geschichte und Auswahlkriterien des Wettbewerbs der schönsten Bücher
Vortrag von
Nikolaus Weichselbaumer
Buchwissenschaftler an der Universität Erlangen-Nürnberg

 

 

Dialekt-Event mit Lesung und Musik im Malteser-Innenhof

 

Am Mittwoch, den 20. Juni 2012 um 19:30 Uhr war der renommierte Regensburger Dialektforscher Prof. Dr. Ludwig Zehetner auf Einladung der Provinzialbibliothek Amberg und der KEB Amberg-Sulzbach zu Gast im Malteser-Innenhof. Er nahm die Zuhörer bei gemütlicher Biergartenatmosphäre auf seine vergnüglichen Streifzüge durch die bayerische Mundart.
"Der Missionar baierischer Sprache" wurde erst kürzlich mit dem Nordgaupreis ausgezeichnet. Mit Witz, Charme und Humor widmet er sich typischen und fast vergessenen Wörtern und Wendungen aus den Dialekten in Bayern. Seine sprachwissenschaftlichen Beiträge sind mittlerweile in insgesamt drei Bänden in der Reihe „Basst scho!“ erschienen. Musikalisch begleitet wurde der Vortrag von der neuen Formation „Tři hudebnici".
Bei einsetzendem Regen musste die Veranstaltung in den Saal der Maltesergaststätte verlegt werden.

 

 

In der Schmiede Vulkans - Feuerberge und Erdbeben" - Ausstellung vom 2.7. bis 28.9.2012

 

Die Ausstellung „In der Schmiede Vulkans: Feuerberge und Erdbeben“ beschäftigt sich anhand von Druckwerken aus der Staatlichen Provinzialbibliothek in Amberg schwerpunktmäßig mit dem sich wandelnden Bild des Erdinneren sowie den damit verbundenen Erklärungsversuchen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben, aber auch der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema in Emblemen. Island und Italien, hier insbesondere der Vesuv, stehen repräsentativ als Orte, an denen man in Europa aktiven Vulkanismus beobachten konnte und kann. Sie widmet sich dabei dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. und der Wiederentdeckung der bei der dabei untergegangenen Städte Pompeji und Herculaneum. Als Beispiele für Erdbeben werden die katastrophalen Beben in Lissabon 1755 sowie in San Francisco 1906 exemplarisch herausgegriffen. Selbst in Deutschland ist Vulkanismus gegenwärtig. Daran erinnern die Maare in der Eifel ebenso wie ehemalige Vulkane in der Rhön und in der Oberpfalz.
Mehr ...

Öffnungszeiten der Ausstellung
2. Juli bis 28. September 2012
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Feiertags und im August geschlossen
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Der Eintritt ist frei.


Ausstellungseröffnung 
29. Juni 2012 um 19.30 Uhr
In der Schmiede Vulkans - Feuerberge und Erdbeben
Vortrag von 
Dr. Christine Paschen

Begleitende Vorträge
27. Juli 2012 um 19.30 Uhr
Basalt - ein Kind des Vulkanismus
Prof. Herbert Pöllmann

28. September 2012 um 19.30 Uhr
Vulkanismus in Nordbayern
Dr. Angela Wirsing
 

Katalogbuch zur Ausstellung
Paschen, Christine: In der Schmiede Vulkans - Feuerberge und Erdbeben. Katalogbuch zur Ausstellung. Amberg, 2012

Bundesweite Bibliothekswoche vom 24.-31. Oktober 2012

Bereits zum fünften Mal riefen Bibliotheken in ganz Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) eine einwöchige bundesweite Aktionswoche aus unter dem Motto "Treffpunkt Bibliothek - Information hat viele Gesichter".
Der thematische Schwerpunkt 2012 lautete "Horizonte". Neben der Langen Nacht zum Thema (s.u.) gab es in der Provinzialbibliothek in der Zeit vom 24.-31. Oktober einen Bücherflohmarkt. Angeboten wurden meist ältere Ausgaben aus den Geistes- und Kulturwissenschaften.
"Treffpunkt Bibliothek" stand unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.

 

 

Horizonte – Lange Nacht mit Theater und Musikkabarett

 

Horizonte – das Thema der diesjährigen bundesweiten Bibliothekswoche beschäftigte die Theatergruppe „Rampenfieber“ bei der Veranstaltung am 26. Oktober um 19:30 Uhr im Barocksaal der Provinzialbibliothek Amberg.
In einer seltsamen Verknüpfung von emotionaler Wissenschaftlichkeit und persönlicher Intimität der gewagtesten Form stand der europäische Horizont im Fokus der szenischen Betrachtungen. Ist Europa schon ein Auslaufmodell, dessen Horizonte zu verschwimmen drohen und dessen Wesensmerkmale verloren gehen?

Dem etwas skurrilen, jedoch äußerst lustvollen „Rampenfieber“-Bilderbogen folgten die Original Bauernsfünfer. Das sind „da Oine“ (Dominik Niklas) und „da Aaner“ (Uli Radl). Ihrem Yatz! – einer wilden Mixtur aus Jazz, Blues, Volksmusik, Hiphop, Country und einem Schuss Tango – kommt keiner aus. Man durfte sich auf ein kurioses, äußerst humorvolles und Horizont erweiterndes Konzert freuen.

Rückblick 2011

Mönche Bienen Bücher - Ausstellung vom 9. Mai bis 17. Juni 2011


Die Ausstellung "Mönche Bienen Bücher. Eine ertragreiche Symbiose" will vor allem zeigen, wie die Biene auf vielfältige Weise als religiöses Symbol in die Literatur und Kunst Eingang fand. Aber auch die wirtschaftlichen und naturkundlichen Interessen der Mönche werden einbezogen. Bei den Exponaten handelt es sich hauptsächlich um illustrierte Bücher aus den Klosterbibliotheken der Oberen Pfalz, die nach der Säkularisation 1802/03 in den Beständen der Provinzialbibliothek zusammengeführt wurden. Es wird deutlich, wie facettenreich die Bienen nicht nur das materielle, sondern auch das geistige Leben der Mönche mitprägten.
Mehr ...

Öffnungszeiten der Ausstellung
20. Mai bis 17. Juni 2011
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Feiertags geschlossen.
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Eintritt frei.

Ausstellungseröffnung 
6. Mai 2011 um 19.30 Uhr
Mönche, Bienen, Bücher - eine ertragreiche Symbiose
Vortrag von
Dr. Georg Schrott

Begleitvortrag
26. Mai 2011 um 19.30 Uhr
Aus Verantwortung für Gottes Schöpfung - Benediktinisches Wirtschaften und Imkern heute
Frater Andreas Schmidt OSB
Der Referent ist Imker und Cellerar im Benediktinerkloster Plankstetten. In den vergangenen Jahren hat die Abtei den Weg ökologischen Wirkens konsequent beschritten und durch ihr vorbildhaftes regionales Autarkiekonzept eine überregionale Bedeutung gewonnen. So versteht man die Imkerei als integralen Bestandteil eines nachhaltigen ökologischen Wirtschaftskonzepts, dessen Grundlage die benediktinische Schöpfungsspiritualität darstellt. 

Katalogbuch zur Ausstellung
Schrott, Georg: Mönche, Bienen, Bücher. St. Ottilien, EOS-Verl. 2011
Preis: 14,90 €

 

 

Vortrag zu Erasmus von Rotterdam anlässlich seines 475. Todesjahrs


Für Erasmus von Rotterdam, der sich bereits zu Lebzeiten ungern auf eine Rolle beschränkte, fällt eine Zuordnung nicht leicht: Er war Förderer der klassischen Bildung und ebenso Warner vor deren Nebenwirkungen; scharfer Kirchenkritiker wie sein Zeitgenosse Martin Luther, aber gleichzeitig kirchentreu; beißender Spötter und humorvoller Kommentator seiner Zeit – kein Wunder, dass er wahlweise als Berater geschätzt, als Humanistenfürst verehrt oder als gefährlicher Quertreiber eingestuft wurde.

Über Leben, Werk und Wirkung des Erasmus von Rotterdam fand am Freitag, 22. Juli 2011 um 19.30 im Barocken Bibliothekssaal ein Vortrag statt. Dazu lud die Provinzialbibliothek herzlich zusammen mit KEB und EBW Amberg-Sulzbach ein. Als Referentin war Ellen Dotterweich, Studienreferendarin am Erasmus-Gymnasium, zu Gast.

Ergänzt wurde der Vortrag durch eine Ausstellung über Erasmus und seine Zeit, die von den Schülern der Klassen 9a und 9b des Erasmus-Gymnasiums erarbeitet wurde. Aus den eigenen Beständen der Bibliothek waren Erasmus-Drucke des 16. Jahrhunderts zu sehen.

 

 

Kant in Oberpfälzer Klöstern - Ausstellung vom 30.6. bis 30.9.2011

 

Kant war nie in einem Kloster, geschweige denn in einem Oberpfälzer Kloster. Aber er hat trotzdem in manchen Bibliotheken seine Spuren hinterlassen: In einem Kloster mehr, in einem anderen weniger. Nach der Säkularisation wurden die Klosterbibliotheken der nördlichen Oberpfalz in Amberg konzentriert. Manches Buch ging zwar beim Brand im ehemaligen Salesianerinnenkloster, der ersten Bleibe der Provinzialbibliothek, verloren, aber die Abteilung "Philosophie" ist noch vollständig erhalten. Sie genauer anzusehen, lohnt.

Mehr Informationen ...

Öffnungszeiten der Ausstellung
30. Juni bis 30. September 2011
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr
Geschlossen vom 1. August bis 18. September 2011.
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Eintritt frei.

Ausstellungseröffnung 
30. Juni 2011 um 19.30 Uhr
Kant? "Gott! Welches Gift für die ohnehin gefährlichsten Jahre der Jugend ...!"
Überlegungen zur Beschäftigung mit Kant in Oberpfälzer Klöstern anhand der Überlieferung aus den Klosterbibliotheken
Vortrag von
StD i.R. Johann Ott

Finissage
29. September 2011 um 19.30 Uhr
"Brüder, überm Sternenzelt muss ein ewiger Vater wohnen ..."
Katholische und evangelische Theologen in der Auseinandersetzung mit Kant
Vortrag von

StD i.R. Johann Ott

 

 

Kleist-Lesung und Bücherflohmarkt

 

In der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“ fand in der Provinzialbibliothek Amberg eine Lesung der besonderen Art mit der Schauspielerin Sophia Ritz im barocken Saal statt.

 

2011 ist Kleist-Jahr, sein Todestag jährt sich am 21. November zum 200. Mal.

Dies nahm die Provinzialbibliothek Amberg gemeinsam mit der Buchhandlung Dorner zum Anlass, mit einer Lesung dem Menschen und Autor Heinrich von Kleist zu gedenken. Unter dem Motto 100% Kleist waren die Oberstufenschüler der Gymnasien am 28.10.2011 herzlich eingeladen zu einem furiosen Ritt durch die Biographie des bedeutenden Schriftstellers. Zudem brachte Sophia Ritz die Briefe Heinrich von Kleists zur Sprache.

Weiterhin lud die Provinzialbibliothek in der Woche zu einem Bücherflohmarkt ein. Angeboten wurden ausgesonderte Bücher – meist ältere Auflagen - und Buchgeschenke an die Bibliothek.
Gelegenheit zum Stöbern gab es vom 24.10. bis 28.10.2011 während der Öffnungszeiten.

Rückblick 2010

Ausstellung zur Schedelschen Weltchronik


"Von Anbeginn der Welt bis auf diese unsere Zeit"

Die Weltchronik des Nürnberger Arztes und Humanisten Hartmann Schedel gilt als einer der bedeutendsten deutschen Drucke der Inkunabelzeit. Die berühmten Kunsthandwerker Michael Wohlgemut und Wilhelm Pleydenwurff statteten sie mit über 1800 Holzschnitten aus. Damit gehört das Werk zu den Höhepunkten der Buchillustration des 15. Jahrhunderts und ist gleichzeitig Zeugnis für die Leistungsfähigkeit der noch jungen Buchdruckerkunst. 

Hartmann Schedel, der die Textgestaltung übernahm, war von 1477 bis 1481 als Stadtarzt in Amberg tätig.  

Öffnungszeiten der Ausstellung
28. Juni bis 30. Juli 2010
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung 
25. Juni um 19.30 Uhr

"Die Schedelsche Weltchronik. 1493 - 2010: Real oder digital"
Vortrag von
Dr. Wolfgang-Valentin Ikas, Bayerische Staatsbibliothek München
Ein Vergleich der gedruckten lateinischen und deutschen Ausgaben im Besitz der Provinzialbibliothek mit dem Digitalisat des persönlichen Exemplars Hartmann Schedels an.

Finissage
30. Juli 2010 um 19.30 Uhr
"Hartmann Schedel und die Humanistenbibliothek"
Vortrag von
Dr. Christine Paschen
Der Arzt und Humanist Hartmann Schedel hatte eine der reichsten Privatbibliotheken nördlich der Alpen. Die Verbindung von geistes- und naturwissenschaftlichen Interessen wird in Schedels Sammlung anschaulich. 

 

 

Auf den Spuren der Hussiten

 

Jan Hus und die Hussiten prägten nicht nur spürbar das 15. Jahrhundert, sondern auch nachhaltig die Beziehungen zwischen Bayern und ihren tschechischen Nachbarn. 1415 wurde der Prager Reformator als Ketzer hingerichtet. Unter seinem Namen entbrannte in Böhmen eine Revolution, die in Kriege mündete. Sie traumatisierte ganze Epochen und viele Nachbarländer, prägte aber auch mit sozialen Ideen den Vorabend der Neuzeit. Die Oberpfalz als angrenzendes Territorium war besonders von Hussiteneinfällen betroffen und hat jahrzehntelang immer wieder sehr schmerzliche Erfahrungen machen müssen. Trotz Krieg und Not gab es aber im oberpfälzischen Raum auch Befürworter hussitischer Überzeugungen.

Die vom Verein „bovaria“ mit Projektleiter Franz Grundler, Dominik Dorfner und Dr. Jakub Smrcka vom Hussitenmuseum in Tabor konzipierte Ausstellung motivierte, der Hussitenzeit und ihren Folgen auf Exkursen durch Geschichte, Regionen und Kulturtraditionen nachzuspüren. Aus Mitteln des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds und der Euregio Egrensis gefördert, verstand sich ein zweisprachiger Aufbau von selbst. Mit ihren Exponaten, Filmen und Animationen zur Biographie Hus, seiner Zeit, den kriegerischen Auseinandersetzungen und der aktuellen Aufarbeitung des hussitischen Erbes vermittelte die Ausstellung  ein sehr anschauliches Bild. Sie wurde ergänzt durch Exponate aus den Buchbeständen der Provinzialbibliothek.

Öffnungszeiten der Ausstellung
5. Mai bis 1. Juni 2010

Ausstellungseröffnung 
4.5.2010 um 19.30 Uhr
„Hus und die Hussiten in der Oberpfalz“
Vortrag von Prof. Dr. Franz Machilek

Mit freundlicher Unterstützung von Anette und Jürgen Ruttmann.
In Kooperation mit der Ortsgruppe Amberg des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg Sulzbach und Evangelischem Bildungswerk im Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg.

Finissage
1.6.2010 um 18.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit dem Vorsitzenden des Vereins bovaria e.V. und Ausstellungskurator Franz Grundler.
In Zusammenarbeit mit der Amberger Ortsgruppe des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.

 

 

Vortrag "Die Jesuiten in der Oberpfalz"

 

Die Schlacht am Weißen Berg bei Prag war für den König Friedrich V. von der Pfalz verloren, Herzog Maximilian ließ die Obere Pfalz besetzen. In Begleitung des Militärs befanden sich jesuitische Feldgeistliche, prädestiniert die Gegenreformation einzuleiten.

Der Leiter der Regionalgruppe des Historischen Vereins, Dieter Dörner hielt am Dienstag, 15. Juni 2010 um 19.30 Uhr einen Vortrag über das Wirken der Jesuiten in Amberg und der Oberpfalz.

Untergebracht im ehemaligen Kolleg der Societas Jesu, bewahrt die Provinzialbibliothek auch die noch erhaltenen Bücher der Amberger Jesuiten. Eine repräsentative Auswahl von Jesuitica war beim Vortrag im barocken Bibliothekssaal zu sehen.

 

 

"Heimat Oberpfalz" - Lange Nacht am 23.10.2010 um 19:30 Uhr

 

Der Tag der Bibliotheken wird seit 1995 immer am 24. Oktober gefeiert.  Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ bot die Provinzialbibliothek bereits am Samstag, dem 23. Oktober eine Lange Nacht mit Musik und Theater. „Heimat Oberpfalz“ – so der Leitgedanke für ein erfrischendes und originelles Programm mit dem Ensemble Rampenfieber und den Original Bauernsfünfern.
Im Barocken Bibliothekssaal gab die Theatergruppe Rampenfieber unter der Leitung von Winnie Steinl  diverse „Oberpfalzismen“ zum Besten. Szenische Darstellungen in sonderbar grotesker und verblüffend treffender Manier vermittelten tiefe Einblicke in den Oberpfälzer an sich.

 

Dominik Niklas und Uli Radl sind "da Oine und da Aaner" von den Original Bauernsfünfern. Sie präsentierten Musik-Kabarett-Programm vom feinsten. Ihren neuen bauern-pentatonischen Trend, ihre eigens erfundene Musikrichtung bezeichnen sie schlichtweg als Yatz! - ungeniert, progressiv, traditionell. Yatz! ist das Lebensgefühl der Original Bauernsfünfer, gepaart mit oberpfälzer Mundart in Reinform. Unterstützt werden die beiden vom Kevin, ihrer immer und alles wiederholenden aber selten kritischen Loop-Maschine. Mit ihren bissigen und pointierten Liedern schauen die Original Bauernsfünfer dem Oberpfälzer genau aufs Maul.

Eintritt für Theater, Musik und Unterhaltung im Barocksaal 6 €, ermäßigt 3 €. 

Daneben war die Bibliothek für ihre Nutzer und solche, die es werden wollten, von 19 bis 22 Uhr regulär geöffnet. Ein Bücherflohmarkt lud an diesem Abend zum Schmökern und Stöbern ein.

Amberger Zeitung vom 16. Oktober 2010 (pdf)

Oberpfälzer Wochenzeitung vom 19. Oktober 2010 (pdf)

Amberger Zeitung vom 25. Oktober 2010, Teil 1 (pdf)

Amberger Zeitung vom 25. Oktober 2010, Teil 2 (pdf)

Mittelbayerische Zeitung vom 26. Oktober 2010 (pdf)

 

 

100 % Goethe - Lesung für Schülerinnen und Schüler

 

Wie bereits im letzten Jahr lud die Provinzialbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Dorner in ihren Barocksaal zur Lesung mit der Schauspielerin Sophia Ritz ein. Über 100 Schülerinnen und Schüler des Erasmus-Gymnasiums Amberg und des Herzog-Christian-August-Gymnasiums in Sulzbach-Rosenberg kamen am 27. Oktober 2010 in den Genuss, Goethes berühmtesten Gedichten und Balladen in historischem Ambiente zu lauschen. Zum krönenden Abschluss trug Sophia Ritz den Osterspaziergang und die Walpurgisnacht aus "Faust" vor. Ihre pointierte und animierende Lesung eröffnete den Schülern einen neuartigen Zugang zum Klassiker Goethe.

 

 

Melanchthon 1497 - 1560 - Ausstellung zum Melanchthon-Gedenkjahr 2010

 


Die Provinzialbibliothek widmete Philipp Melanchthon anlässlich seines 450. Todesjahres eine Ausstellung, die seine wesentlichen Werke vorstellte und auf seine Bedeutung für die Reformation in Amberg einging.
Philipp Schwarzerdt (Melanchthon = griechisch „schwarze Erde“) war Reformator, Humanist und engster Mitarbeiter Martin Luthers. Schon im 16. Jahrhundert wurde ihm der Ehrentitel „Praeceptor Germaniae“ (Lehrer Deutschlands) verliehen.
Nach dem Tod Luthers im Jahr 1546 war Melanchthon die zentrale Persönlichkeit des deutschen Protestantismus, wurde jedoch in seinen letzten Lebensjahren in heftige Auseinandersetzungen um unterschiedliche Lehrmeinungen verwickelt. Er starb am 19. April 1560 in Wittenberg.
Aufgrund der Beschlagnahmung protestantischer Bücher im Zuge der Rekatholisierung der Oberpfalz ist in Amberg ein reicher Bestand an Werken des Reformators vorhanden, die Eingang in die Bibliothek der Jesuiten fanden.
Im Rahmen der Ausstellung wurden einige von Melanchthons bedeutendsten theologischen Schriften, Kommentare zu antiken Autoren sowie wichtige Lehrbücher zu Fächern wie Rhetorik, Dialektik, Ethik, Physik, Geschichte und Geographie präsentiert. Leihgaben aus dem Stadtarchiv Amberg, darunter ein Melanchthon-Autograph, beleuchteten Melanchthons Rolle bei der Durchführung der Reformation in Amberg. mehr...

Öffnungszeiten der Ausstellung
20. September bis 29. Oktober 2010
Mo - Do 10-12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Fr 10 bis 12.30 Uhr

Eintritt frei.

Ausstellungseröffnung 
17. September um 19.30 Uhr
"Melanchthon - Reformator und Ratgeber"
Vortrag von
Dr. Christine Paschen

Finissage
29. Oktober 2010 um 19.30 Uhr
"Gottes gnad durch seinen eingebornen son Jhesum Christum [...] zuvor, ehrbare, weise, vorneme, günstige herrn!" - Briefe aus Wittenberg
Vortrag von
Dr. Johannes Laschinger, Leiter des Stadtarchivs Amberg

Philipp Melanchthon stand mit einer Vielzahl von Städten im Austausch, so gab es auch Beziehungen mit Amberg. Sein Briefwechsel mit dem Rat der Stadt hat sich teilweise im hiesigen Stadtarchiv erhalten. Sein Leiter Dr. Laschinger erläuterte die Beziehungen der städtischen Führungsschicht zum Wittenberger Reformator und die Einflüsse auf die Durchführung der Reformation in Amberg.
Im Anschluss an den Vortrag bestand noch einmal die Gelegenheit zu einer Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christine Paschen.
 

Katalogbuch zur Ausstellung
Paschen, Christine: Melanchthon, 1497 - 1560
Laschinger, Johannes: Philipp Melanchthon und der Rat der Stadt Amberg
Fischer, Jörg: Georg Agricola Ambergensis - Melanchthons Mann in Amberg (?)
Knedlik, Manfred: Pädagoge der Praxis. Philipp Melanchthon als Lehrbuchautor
Preis: 4,50 €

Die Ausstellung wurde konzipiert von Dr. Christine Paschen.

Bericht in der Amberger Zeitung vom 16. September 2010

Bericht in der Amberger Zeitung vom 20. September 2010

Bericht in der Amberger Zeitung vom 29. September 2010

 

 

Finissage

 

Finissage der Melanchthon-Ausstellung am 29.10.2010

Mit dem Vortrag "Gottes gnad durch seinen eingebornen son Jhesum Christum [...] zuvor, ehrbare, weise, vorneme, günstige herrn!" - Briefe aus Wittenberg"
von Dr. Johannes Laschinger
endete die Ausstellung zum 450. Todesjahr des großen Reformators.

Philipp Melanchthon stand mit einer Vielzahl von Städten im Austausch, so gab es auch Beziehungen mit Amberg. Sein Briefwechsel mit dem Rat der Stadt hat sich teilweise im hiesigen Stadtarchiv erhalten. Sein Leiter Dr. Laschinger erläuterte die Beziehungen der städtischen Führungsschicht zu Melanchthon und die Einflüsse auf die Durchführung der Reformation in Amberg.

Im Anschluss an den Vortrag bestand noch einmal die Gelegenheit zu einer Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christine Paschen.

Bericht in der Amberger Zeitung vom 2.11.2010 (pdf)
Bericht in der Amberger Zeitung vom 27.10.2010 (pdf)

Rückblick 2009

100 % Schiller – zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller

 

Lesung für Schülerinnen und Schüler im barocken Bibliothekssaal

Die Schauspielerin Sophia Ritz ließ den Dichter zu Wort kommen und begab sich auf die Suche nach Schillers Schädel. Das Publikum war in jeder der sechs Lesungen begeistert. Mehr als 270 Schülerinnen und Schüler aus den Amberger Gymnasien verfolgten gespannt Szenen aus „Kabale und Liebe“ oder den „Räubern“ und lauschten konzentriert dem „Handschuh“ oder anderen Balladen. Dazu erfuhren die Schüler Details über kuriose, historische Schiller-Feiern.

Die Schiller-Lesung der besonderen Art am 29. und 30. Oktober fand in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Dorner statt.

 

 

Verboten!

 

Verboten!
Bücherzensur, Bücherbeschlagnahmung und Büchervernichtung in Amberg
 
Ausstellung vom 10. Juli bis 30. Oktober 2009 im Barocksaal
 
Seit es Literatur gibt, wurde sie genutzt, um den Herrschenden zu dienen, und wenn sie sich nicht benutzen ließ, kontrolliert, verboten und vernichtet. Mit der Ausstellung „Verboten!“ in der Provinzialbibliothek sollen schlaglichtartig Wechselbeziehungen zwischen Herrschaftsausübung, historischen Umbrüchen, Kultur und Literatur in Amberg dargestellt werden. Der zeitliche Rahmen reicht dabei vom 16. Jahrhundert mit Reformation und Gegenreformation bis hin zur Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten.
 
Nähere Informationen erhalten Sie hier.
 
Veröffentlichung
Christine Paschen
Verboten!
Bücherzensur, Bücherbeschlagnahmung und Büchervernichtung in Amberg                              
Mit einem Beitrag von
Eckhard Henscheid
Der satirisch beleidigte Gott
Der Dichter Oskar Panizza und seine Amberger Gefängnisstrafe im Jahr 1895
 
Preis: 4,50 EUR
 
Ausstellungseröffnung
Freitag, 10. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Dr. Christine Paschen
"Bücher als Waffe - Bücher als Opfer"
 
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr
Freitag 10.00 bis 12.30 Uhr
Feiertag geschlossen.
Im Monat August nur nach vorheriger Anmeldung.
Gruppenanmeldungen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Der Eintritt ist frei.
 
Vortrag
Donnerstag, 23. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Eckhard Henscheid
"Oskar Panizza - die Gotteslästerung und Amberg"

Finissage
Am Freitag, 30. Oktober 2009, dem letzten Öffnungstag führte Dr. Christine Paschen, die die Ausstellung konzipiert hat, abends noch einmal selbst und gab den Besuchern der Volkshochschule Amberg-Sulzbach interessante Details zur Bücherzensur, Bücherbeschlagnahmung und Büchervernichtung in Amberg.

 

 

Begleitvortrag zur Ausstellung "Verboten!"

 

Donnerstag, 23. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Eckhard Henscheid
"Oskar Panizza - die Gotteslästerung und Amberg"

„Den frechsten und kühnsten, den geistreichsten und revolutionärsten Propheten seines Landes“ hat Kurt Tucholsky den 1921 verstorbenen deutschen Schriftsteller Oskar Panizza genannt. Keiner hat während des deutschen Kaiserreiches so brutal wie er die katholische Kirche und den Papst, die Deutschen und ihren Kaiser attackiert. Dies führte aber auch dazu, dass mehrere seiner Bücher in Deutschland verboten wurden. Sein Roman „Das Liebeskonzil, eine himmlische Tragödie in fünf Aufzügen“ wurde zum größten Literaturskandal am Ende des 19. Jahrhunderts. Die antikatholische Satire war nur wenige Wochen in den Buchhandlungen erhältlich, die Polizei beschlagnahmte alle in Deutschland zugänglichen Exemplare. 1895 wurde der Psychiater Dr. Oskar Panizza schließlich wegen Blasphemie mit einem Jahr Einzelhaft bestraft, die er im Amberger Gefängnis an der Fronfeste absaß. Danach emigrierte er in die Schweiz, sein Vermögen wurde konfisziert. Am Ende wurde Panizza entmündigt und in einer Heilanstalt interniert.

Panizza zählt zu den bedeutenden und radikalen deutschen Dichtern um die Jahrhundertwende, der Literatur als Waffe gegen die Außenwelt verstand.

Aus der Perspektive des Schriftstellers wird sich der gebürtige Amberger Eckhard Henscheid dem Sujet Oskar Panizza annehmen und sicherlich zu seinen ganz eigenen Einschätzungen und Erkenntnissen gelangen.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt Amberg.

 

 

Aufführung des "Großinquisitors" nach Fjodor M. Dostojewski am 18.9.2009 um 19.30 Uhr im Barocksaal

 

Mit Gerd Lohmeyer
Inszenierung: Theatergarten Nabburg, e.V.
Einführung: Anette Ruttmann

Jesus Christus kommt in das Sevilla des 16. Jahrhunderts. Der Großinquisitor lässt ihn verhaften und klagt ihn an: Er habe die Menschen überfordert!

Eine Parabel auf menschliche Freiheit und Unterdrückung, auf Macht und Liebe. In einem großartigen Monolog, der vom Künstler die Beherrschung aller Genres - vom absoluten Machtwillen bis zur Resignation - verlangt, ließ Gerd Lohmeyer die unauslotbare Tiefe des Werks erspüren...

Auf dem Hintergrund des Romans "Die Brüder Karamasow" brachte Anette Ruttmann die Bedeutung des „Großinquisitors“ im Gesamtwerk des unsterblichen russischen Autors zur Sprache.

 


Bericht der Amberger Zeitung vom 21.09.2009

Bericht der Mittelbayerischen Zeitung vom 22.09.2009

 

 

Caffeebaum und Pomerantzen

 

Caffeebaum und Pomerantzen
Orangeriekultur in Oberpfälzer Klöstern

 
Ausstellung vom 11. Mai bis 26. Juni 2009 im Barocksaal
 
Die Orangeriekultur der barocken und nachbarocken Klöster – ein faszinierendes Thema, das bisher fast unbekannt ist und nun  in der Ausstellung wieder lebendig wird. Alte Ansichten präsentieren geplante und gebaute Orangerien in Oberpfälzer Klöstern. Lebende Pflanzen rekonstruieren die Sammlung der Waldsassener Orangerie im Jahr 1803. Seltene und kostbare Bücher aus den Klosterbibliotheken zeigen botanische Illustrationen, in denen schon die Mönche blättern konnten. Orangeriekultur war aber noch viel mehr als Glashäuser und exotische Pflanzen. Herrschaftliche Repräsentation, Klostergärten, Klostermedizin, Bildungswesen und vieles mehr spielte eine wichtige Rolle in den Abteien des 17. und 18. Jahrhunderts. 
Nähere Informationen erhalten Sie hier.
 
 
Ausstellungseröffnung
Freitag, 8. Mai 2009
 
Begleitvortrag
Donnerstag, 28. Mai 2009 um 19.30 Uhr
Dr. Helmut-Eberhard Paulus: Orangeriekultur - ein Paradies aus der Antike.

Veröffentlichung
Schrott, Georg: Caffeebaum und Pomerantzen : Orangeriekultur in Oberpfälzer Klöstern ; [Katalogbuch zur Ausstellung in der Provinzialbibliothek Amberg vom 11. Mai bis 26. Juni 2009] /  Hrsg. von der Provinzialbibliothek Amberg. - 1. Aufl. . - Regensburg : Schnell + Steiner, 2009. - 112 S.  : zahlr. Ill., Kt. . - ISBN: 978-3-7954-2160-1
EUR 12,90

Rückblick 2008

2008 - Jahr der Mathematik

 
Ausstellung „Mathematische Erquickstunden“
30.09.08 bis 31.10.08


Anlässlich des Jahres der Mathematik zeigte die Provinzialbibliothek vom 30.9. bis zum 31.10.2008 in der Ausstellung „Mathematische Erquickstunden" Mathematikbücher vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, beispielsweise verschiedene Ausgaben von Euklids „Elementen der Geometrie", deutschsprachige Rechenbücher der frühen Neuzeit, Werkausgaben von Newton, Euler und Gauß sowie verschiedene mathematische Anschauungsobjekte (etwa ein Rechenbrett oder Modelle von platonischen Körpern). Die Besucher erfuhren aber auch, wie man ein magisches Quadrat selbst herstellen kann oder wie man mit Zirkel und Lineal ein Siebzehneck konstruiert. Anekdoten aus der Welt der Mathematik sorgten dafür, dass neben dem Ernsten auch das Amüsante nicht zu kurz kommt.

Donnerstag, 19. Mai um 19:30 Uhr im Barocksaal

Begleitvortrag zur Ausstellung „Japonia“

von Dr. Andrea Hirner, Japanologin und Historikerin

 

Weiterlesen
Top